GEW Thüringen

Zum Ende der Debatte um die Thüringer Schulordnung

„Tempo raus - Demokratie rein!“, so titelte die GEW Thüringen den Beginn der Diskussionen um die Thüringer Schulordnung. Mit der Bildungskonferenz der GEW Thüringen Jena, auf der Bildungsminister Christoph Matschie und Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten sich den Fragen der Lehrerinnen und Lehrern stellte sowie mit der vom TMBWK initiierten Lehrerkonferenz in der Erfurter Messe, hat das zuständige Ministerium auf diese Forderung reagiert. Auch die Anhörungsfrist wurde verlängert.

11.06.2011 Pressemeldung GEW Thüringen

„Selbstverständlich war die Kritik am Tempo des Ministeriums berechtigt. Viel wichtiger jedoch ist jetzt, den Lehrerinnen und Lehrern für das kommende Schuljahr das notwendige Rüstzeug in die Hand zu geben“, weist Torsten Wolf, Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen die Kritik des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) und der Landeselternvertretung an Christoph Matschie zurück. „Die Diskussionen waren notwendig, keine Frage. Unsere Positionen zur Schulordnung haben wir als GEW in Gesprächen mit dem Bildungsministerium grundlegend diskutiert. Jetzt heißt es, den Schulen endlich Planungssicherheit zu geben. Es irritiert schon, dass der TLV, der zunächst genau diese Sicherheit einforderte, nun die Lehrerinnen und Lehrer weiterhin im Unklaren lassen will, welche Änderungen im neuen Schuljahr auf sie zu kommen.“

Eine Onlinebefragung der GEW Thüringen mit mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatte eine grundsätzliche Zustimmung zur individuellen Förderung und gemeinsamen Unterricht ergeben. Die strittigen Punkte – altersgemischte Schuleingangsphase, verbale Leistungseinschätzung und flexible Schulausgangsphase – sind nach intensiven Diskussionen mit Vertretern des Bildungsministeriums überarbeitet worden. Längere Übergangsfristen ermöglichen Schulen, sich auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten.

„Irgendwann muss man Nägel mit Köpfen machen. Die Schulordnung muss sich in der Praxis beweisen. Sie weiterhin in den Besprechungszimmern zu zerreden, bringt weder mehr Demokratie in den Prozess, noch bringt es Schulen, Schulleitungen sowie Lehrerinnen und Lehrern dazu, auch notwendige Veränderungen der Schulpraxis anzugehen“, fasst Wolf seine Zustimmung zum Ende der Debatte zusammen.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden