Zur Pressekonferenz der FDP: Ganztagsschulen

"Nachdem die FDP erkannt hat, dass die Schulstruktur kein Tabu sein darf, erkennt sie jetzt auch, dass Ganztagsschulen aus pädagogischer Sicht eine gute Sache sind. Das begrüßt der VBE." So kommentiert der VBE-Landesvorsitzende Udo Beckmann die Ankündigung der FDP, Konzepte für echte Ganztagsgymnasien auf den Weg bringen zu wollen.

16.01.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Auch der VBE ist der Auffassung, dass die Einführung des Ganztags an Schulen pädagogisch sinnvoll ist. Wenn dies aber Konsens ist, dürfen nicht nur einzelne Schulformen in den Genuss dieser sinnvollen Maßnahme kommen, während sie anderen verweigert werden soll.

"Die Gesamtschulen waren schon immer Ganztagsschulen und sind damit Vorreiter bei dem sich jetzt zunehmend durchsetzenden Trend", so Beckmann weiter. "Aus pädagogischer Sicht ist nicht nachvollziehbar, warum neue Gesamtschulen als Halbtagsschulen errichtet werden sollen, wenn Ganztagsschulen für Schülerinnen und Schüler besser sind."

Hauptschulen werden nach und nach in Ganztagsschulen umgewandelt, nun sollen die Gymnasien allmählich folgen. Die Landesregierung lässt die Neugründung von Gesamtschulen nur noch zu, wenn eine Kommune nachweisen kann, dass die Schule jeweils ein Drittel Kinder mit Hauptschul-, ein Drittel mit Realschul- und ein Drittel mit Gymnasialempfehlung aufnehmen wird.

"Man findet also auf einer solchen Gesamtschule potenzielle Hauptschüler genauso wie potenzielle Gymnasiasten", so Beckmann abschließend. "Beide Gruppen brauchen doch offenbar den Ganztag, also brauchen sie ihn auch auf einer Gesamtschule."


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