Zusammenarbeit bei Kooperationsmodellen - Weitgehende Übereinstimmung in zentralen Grundpositionen bayerischer Bildungspolitik
"Wir sehen mit dem neuen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle große Übereinstimmung in den Grundpositionen der bayerischen Bildungspolitik und bieten unsere Kooperation zur Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen bis hin zu den Kooperationsmodellen verschiedener Schularten an!", sagt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), nach einem Gespräch des neu gewählten Landesvorstands des brlv mit dem Kultusminister. Vorherrschende Themen bei dieser Zusammenkunft waren der Übertritt, die Erhöhung der Durchlässigkeit im differenzierten Schulwesen und die Ausgestaltung der geplanten Kooperationsmodelle.
03.12.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale BildungEinigkeit herrsche zwischen dem Minister für Unterricht und Kultus und dem Geschäftsführenden Vorstand des brlv hinsichtlich der Zielsetzung bei der Weiterentwicklung des Übertrittverfahrens. Die bereits hohe Prognosesicherheit der Grundschulgutachten solle noch verbessert werden, indem man beim Übertritt von einem Zeitpunkt zu einer Übertrittsphase komme, die bereits mit einer intensiven Beratung der Eltern ab der 3. Klasse einsetze.
Huber weiter: "Sehr begrüßenswert ist die klare Aussage des Ministers, dass die Kooperationsmodelle primär einen pädagogischen Mehrwert haben müssen und eine Zusammenlegung von Schularten dabei ausgeschlossen ist.
Mit dieser Zielvorgabe stimmen wir überein und sichern unsere volle Unterstützung bei der Ausgestaltung dieser Kooperationsmodelle zu, um die Durchlässigkeit unseres Schulwesens weiter zu steigern. Sicherlich kann es uns gelingen, durch zusätzliche Förderung noch mehr Schülerinnen und Schüler zu einem attraktiven Abschluss zu bringen bzw. durch zusätzliche pädagogische Betreuung viele Schüler vor dem Scheitern zu bewahren."
Die Vorstandsmitglieder zeigten bei dem Gespräch auch weitere Problemfelder an den Realschulen auf, die dringend einer Lösung bedürfen. So müssen laut Huber die vielen unbefristeten Angestelltenverträge schnellstmöglich in Beamtenstellen umgewandelt werden, um die hohe Motivation der jungen Lehrkräfte auch in Zukunft zu gewährleisten. Als weiteres Problem wurde die enorme Arbeitsbelastung der Schulpsychologen angesprochen. Die Schulen bräuchten nach Aussagen des brlv dringend mehr Zeit und Unterstützung, um eine effektivere Schulpsychologie zu betreiben.
"Auch im Seminarbereich haben sich in den letzten Jahren dramatische Mehrbelastungen ergeben, weil die Anzahl der Referendare stark angestiegen ist. Um eine weiterhin qualitativ hochwertige Ausbildung der angehenden Lehrkräfte zu ermöglichen, werden dringend mehr Stellen für Seminarrektoren benötigt.", mahnt Huber.
Zudem wurde die Situation der Verwaltungsangestellten und im Gespräch über die Dienstrechtsreform die Beförderung von Fachlehrern thematisiert. Als drängendes Problem zeige sich laut Huber auch die ungelöste Weiterführung des Altersteilzeitmodells.
"Wir sind sehr optimistisch, dass durch eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Kultusminister alle Probleme schnell gelöst und über die Zusammenarbeit bei den Kooperationsmodellen die Bildungschancen unserer Kinder weiter verbessert werden können!", so Anton Huber abschließend.
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