Planungssicherheit

GEW Rheinland-Pfalz fordert Fortführung der Altersteilzeit für Lehrkräfte

Die GEW Rheinland-Pfalz fordert die Landesregierung auf, die Altersteilzeit für Lehrkräfte über den 31. Dezember 2026 hinaus fortzuführen. Die Regelung muss jetzt verlängert werden, damit Lehrkräfte, Schulen und Schulaufsicht verlässlich planen können.

09.07.2026 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-Pfalz
  • Ein Lehrer und ein Oberstufenschüler stehen vor einer Tafel. © www.pexels.com Die Altersteilzeit ermöglicht Lehrkräften einen gleitenden Übergang aus dem aktiven Schuldienst.

Die GEW Rheinland-Pfalz warnt vor einem Auslaufen der Altersteilzeitregelungen für Lehrkräfte zum 31. Dezember 2026. Die Landesregierung verwies hinsichtlich einer Fortführung bisher auf eine Evaluation bis Ende Mai 2026 und wollte erst danach über eine mögliche Verlängerung entscheiden. Diese Entscheidung steht nun dringend an, gerade auch vor dem Hintergrund der Planungen für den neuen Doppelhaushalt 2027/28.

„Lehrkräfte brauchen Planungssicherheit – und zwar nicht erst kurz vor Schluss“, erklärt Stefan Jakobs, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz. „Wer nach Jahrzehnten im Schuldienst über Altersteilzeit nachdenkt, trifft eine weitreichende Lebensentscheidung. Es darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen monatelang im Unklaren bleiben, ob diese Möglichkeit auch weiterhin besteht. Die Politik muss jetzt ein klares Signal setzen: Die Altersteilzeit bleibt.“

Die GEW befürchtet, dass die große Koalition die bestehenden Regelungen nicht verlängern könnte. Das wäre aus Sicht der Bildungsgewerkschaft ein falsches Signal an die Beschäftigten in den Schulen. Altersteilzeit ist kein Luxus, sondern ein wichtiges Instrument für altersgerechtes Arbeiten und Gesundheitsschutz.

Die Altersteilzeit ermöglicht Lehrkräften einen gleitenden Übergang aus dem aktiven Schuldienst. Nach Darstellung des Landesamts für Finanzen ist sie eine besondere Form der Teilzeitbeschäftigung; die Bezüge setzen sich aus den anteiligen Dienstbezügen und einem Altersteilzeitzuschlag zusammen.

„Gerade ältere Lehrkräfte tragen seit Jahren eine enorme Last: steigende Anforderungen, Lehrkräftemangel, Inklusion, Integration, Digitalisierung und immer mehr Verwaltungsaufgaben. Wer gute Bildung will, muss auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ernst nehmen“, so Jakobs. „Altersteilzeit hilft, Belastungsspitzen mit zunehmendem Alter zu reduzieren.“

Die GEW erinnert daran, dass die bisherigen Regelungen bereits 2021 verlängert wurden. In der damaligen Gesetzesbegründung wurde festgehalten, dass die Altersteilzeitregelungen sich bewährt haben, jüngeren Lehrkräften Einstiegschancen eröffnen und älteren Lehrkräften einen flexiblen Übergang in den Ruhestand ermöglichen.

Die GEW Rheinland-Pfalz fordert deshalb:

Die bestehenden Regelungen zur Altersteilzeit für Lehrkräfte müssen verlängert werden. Zusätzlich braucht es wirksame Verbesserungen bei Altersermäßigung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Prävention, damit Lehrkräfte bis zum Ruhestand gesund arbeiten können.

„Die Schulen brauchen Verlässlichkeit. Die Lehrkräfte brauchen Respekt. Und die Politik muss zeigen, dass sie die Realität in den Lehrerzimmern verstanden hat“, sagt Stefan Jakobs. „Eine Verlängerung der Altersteilzeit wäre dafür ein notwendiges Signal.“

Ansprechpartner

GEW Rheinland-Pfalz

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