Der Verband deutscher Privatschulverbände äußert sich kritisch zum Vorhaben der Bundesagentur für Arbeit, Langzeitarbeitslose in 160 Stunden für die Betreuung Demenzkranker in Pflegeheimen auszubilden. "Für den Umgang mit dementen Menschen muss man vielfältige fachliche und persönliche Fähigkeiten mitbringen", sagt VDP-Vorstandsmitglied Petra Witt. "Nicht jeder Langzeitarbeitslose ist für diese anspruchvolle Tätigkeit geeignet." Denn zum Krankheitsbild der Altersdemenz gehörten Persönlichkeitsveränderungen ebenso wie plötzliche Stimmungs- oder Verhaltensschwankungen. Oftmals verhielten sich die Betroffenen orientierungslos oder sogar aggressiv. Daher setze der Umgang mit Demenzkranken ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Ausgeglichenheit, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und persönlicher Reife voraus. Nur wer diese sozialen Kompetenzen erwiesenermaßen mitbringe, solle zur Schulung zugelassen werden, fordert der Verband, der u.a. die Interessen von zahlreichen Altenpflegeschulen vertritt.
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01.09.2008
Pressemeldung