Privatschulen sehen sich durch PISA-Länderergebnisse bestätigt

"Die aktuellen Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs sehen wir als Bestätigung der guten Konzepte an freien Schulen", erklärt Michael Büchler, Präsident des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), anlässlich der heute veröffentlichten Ergebnisse von PISA-E. "Das Erfolgsrezept der PISA-Gewinner lautet: mehr Unterrichtsstunden, kombiniert mit einer besseren und individuelleren Betreuung der Schüler. Auf diesem Gebiet waren Schulen in freier Trägerschaft schon immer Vorreiter." Insbesondere Konzepte wie die Ganztagesbetreuung oder die individuelle und lerntypspezifische Förderung der Kinder und Jugendlichen führten hier zu sehr guten Lernergebnissen der Schüler.

18.11.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.

Dass das auch immer mehr Eltern so sehen, zeigen aktuelle Umfragen: "Meinungsforscher haben herausgefunden, dass zwei Drittel aller Eltern in Deutschland überzeugt sind, dass Schulen in freier Trägerschaft ihren Kindern bessere Bildungschancen ermöglichen als staatliche Schulen", erläutert Büchler. Die Nachfrage ist dementsprechend hoch, das belegen auch die offiziellen Statistiken: Mittlerweile besuchen sieben Prozent aller Schüler freie Bildungseinrichtungen, Tendenz steigend.

"Die PISA-Ergebnisse machen vor allem eines deutlich: Allen Schulen, unabhängig von ihrer Trägerschaft, würde mehr Eigenständigkeit und Freiheit in der Gestaltung ihres Lehr- und Lernalltags gut tun", so Büchler weiter. Individueller Unterricht könne nicht in einer Zentral-Verwaltung geplant werden: "Vielmehr müssen die Schulen selbst entscheiden können, wie sie vorgegebene Lernziele optimal erreichen. Wir fordern daher, endlich auf zu starre Vorgaben und unflexible Strukturen hinsichtlich einer größeren Schulautonomie zu verzichten."

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen, deren rotierenden Vorsitz er bis 2009 innehat.


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