VDP enttäuscht über Ergebnis des Bildungsggipfels

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) ist enttäuscht über das Ergebnis des Bildungsgipfels. VDP-Bundesgeschäftsführerin Julia Schier erklärt: "Wir haben uns von diesem Gipfel mehr versprochen. Unnötiges Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern auf Kosten klarer Entscheidungen verhindert die dringend benötigte Entwicklung Deutschlands zur Bildungspolitik. Insbesondere im Schulbereich muss es endlich Fortschritte geben. Unsere Schulen brauchen größere pädagogische Freiräume, und zwar unabhängig von ihrer Trägerschaft. Sie müssen vor allem in Personal- und Finanzfragen selbst entscheiden können. Aufgabengerechte Freiräume sind ausschlaggebend für die Qualität unseres Schulwesens. Bildung ist unsere wichtigste Ressource und wesentlich für den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unseres Landes. Durch das föderale Hin und Her setzen wir diese Zukunft aufs Spiel."

23.10.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V. – Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft

Auch der Weiterbildung müsse endlich ein angemessener Stellenwert eingeräumt werden: "Zwar begrüßen wir die Pläne von Bund und Ländern, die Bildungsausgaben auch in diesem Bereich schrittweise zu erhöhen. Dieses Versprechen ist jedoch ohne klare Verteilung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten kaum etwas wert. Was wir brauchen, sind konkrete finanzielle Zusagen, die für mehr Planungssicherheit bei den Bildungsträgern sorgen und die Weiterbildungsmotivation der Menschen stärken. Bildungsprämie und Sparkonten reichen hier nicht aus. Als Prämisse muss gelten: Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen. Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, zahlt sich doppelt aus", betont Schier.

Der VDP, der neben allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen auch rund 1.000 Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft vertritt, hatte vor dem Gipfel bei einem Pressegespräch gemeinsam mit weiteren Bildungsverbänden deutlich mehr Investitionen in Bildung gefordert. Es sei wichtig, die Koalitionsvereinbarungen hinsichtlich einer Weiterbildung mit System endlich umzusetzen.

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen, deren rotierenden Vorsitz er bis 2009 innehat.


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