Die VolkswagenStiftung fördert seit 1962 Forschungsvorhaben aller Disziplinen. Sie hilft, zukunftsweisende Wissensgebiete zu etablieren.
Anders als ihr Name vermuten lässt, ist die VolkswagenStiftung keine Unternehmensstiftung, sondern eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Hannover. Mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr ist sie die größte deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung und eine der größten Stiftungen hier zu Lande überhaupt. Die Fördermittel werden aus dem Kapital der Stiftung – derzeit etwa 2,4 Milliarden Euro – erwirtschaftet. Damit ist die Stiftung autonom und unabhängig in ihren Entscheidungen – eine starke Basis, um Wissen zu stiften!
Erkrankungen wie Flussblindheit oder Schlafkrankheit gehören besonders in den ländlichen Gebieten Afrikas, in den Slums und Konfliktzonen nach wie vor zum Alltag. Ihre Folgen halten einen Teufelskreis von Krankheit und Armut in Gang. Diesen zu durchbrechen ist das Ziel von fünf europäischen Stiftungen: Bereits Ende 2007 haben sie sich zusammengeschlossen, um die Tropenmedizin vor Ort zu unterstützen und die bisher vernachlässigten Krankheiten, auch Neglected Tropical Diseases (NTDs) genannt, zu bekämpfen. Im Rahmen eines Fellowship-Programms für Postdoktoranden wurden nun in einer ersten Runde aus 67 Bewerbern zehn afrikanische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ausgewählt, deren Vorhaben die Stiftungen mit insgesamt 1,34 Millionen Euro unterstützen.
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19.12.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Jeder will alt werden, aber niemand will alt sein. Dieser Spruch des Schauspielers Martin Held beschreibt treffend die derzeitige Diskussion um die "vergreisende Gesellschaft". Die meisten Menschen verknüpfen Altsein mit Krankheit, Vergesslichkeit, Schmerzen. Viele Bilder des Alters basieren auf solchen negativen Stereotypen. Doch der Blick sollte sich gerade auch auf die produktiven Gestaltungsmöglichkeiten richten – und die Forschung kann helfen, diese näher zu beleuchten. Im August 2006 gab die VolkswagenStiftung daher den Startschuss für eine Ausschreibung zum Thema "Individuelle und gesellschaftliche Perspektiven des Alterns" – unter dem Dach ihrer Initiative "Zukunftsfragen der Gesellschaft". Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten sich inhaltlich originell und methodisch ausgewiesen daran beteiligen mit dem Ziel, Entwicklungspotenziale einer alternden Gesellschaft auf individueller und gesellschaftlicher Ebene auszumachen und diese zu fördern – und zwar unter Beteiligung der "Betroffenen". Zwölf Projekte werden seit diesem Sommer bereits mit rund 3,6 Millionen Euro unterstützt. Die VolkswagenStiftung bringt nun vier weitere Forschungsvorhaben mit über 1,2 Millionen Euro auf den Weg. Wir stellen Ihnen die vier Projekte im Folgenden genauer vor.
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16.12.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Prägnante Bilder von Körperzellen, Molekülen und anderen winzigen Bausteinen in unserem Innersten sind heute eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch sind viele biologische Prozesse nicht vollständig verstanden oder gar vorhersagbar. Wie baut sich beispielsweise die Hülle eines Viruspartikels exakt zusammen, wie funktionieren einzelne Enzyme, und wie kann ein Bakterium das Sonnenlicht in chemische Energie umsetzen? Um diese und andere komplexe Vorgänge genau zu verstehen und vielleicht zu nutzen im Sinne einer Bio-Nanotechnologie, setzen Wissenschaftler Computer ein. Mit ihnen lassen sich Prozesse nachahmen und abbilden. Doch gerade wenn es um molekulares Geschehen geht, stoßen auch die Methoden der Modellierung und Simulation an ihre Grenzen: Sie sind entweder nicht genau genug, oder sie benötigen zu lange Rechnerzeiten.
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12.12.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Ultrafeine Nanoröhrchen und winzige Kristalle, biomolekulare Motoren und Sensoren – seit Jahren entwickeln Wissenschaftler neue Materialien und Komponenten mit herausragenden Eigenschaften im Miniaturmaßstab. Größenordnungen von wenigen Nanometern – das entspricht Millionstel Millimetern – zeichnen die winzigen Bausteine aus. Nun sind diese Einzelkomponenten aus der Nanotechnologie reif für größere Anwendungen. Die VolkswagenStiftung unterstützt diesen Schritt mit ihrer Initiative "Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme". Beteiligt an den geförderten Projekten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen: Chemiker, Physiker, Biologen und Ingenieurwissenschaftler.
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10.12.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Das Darwinjahr 2009 rückt näher. Untrennbar verknüpft mit dem Namen Charles Darwin ist die zentrale Theorie der Biologie, die Evolutionstheorie. In das Jahr 2009 fällt ein doppeltes Jubiläum: der 200. Geburtstag von Charles Darwin und der 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung seines bahnbrechenden Werkes "Die Entstehung der Arten", das die moderne Evolutionstheorie begründet hat.
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04.12.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Die VolkswagenStiftung vergibt einen Teil der zur Verfügung stehenden Fördermittel auf Vorschlag der Landesregierung vorweg an Forschungseinrichtungen des Landes Niedersachsen – gemeinhin als "Niedersächsisches Vorab" bezeichnet (weitere Infos zu den Grundlagen des Vorab am Ende der Pressemitteilung).
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28.11.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Was macht uns Menschen zu Menschen? Und was unterscheidet uns von unseren nächsten "tierischen" Verwandten? Worin liegt letztlich der "kleine große Unterschied"? Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigen sich jetzt drei junge Nachwuchswissenschaftler am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Die VolkswagenStiftung fördert das Vorhaben "The Evolutionary Roots of Human Social Interaction" von Dr. Daniel Haun, Dr. Juliane Kaminski und Dr. Katja Liebal mit 513.000 Euro.
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18.11.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Heilung durch Einbildung? Noch vor wenigen Jahren reagierten Mediziner skeptisch, wenn vom Placebo-Effekt die Rede war. Heute ist klar, dass man tatsächlich Leiden lindern kann, indem man die Patienten mit Zuckerkügelchen oder Kochsalzlösung "täuscht" und sie nur scheinbar medikamentös behandelt. Forschungen haben gezeigt, dass dieser Effekt durch hochaktive Prozesse im zentralen Nervensystem gesteuert wird. Dabei spielen sowohl die Erwartungshaltung als auch Lernprozesse eine wesentliche Rolle. Doch wie funktioniert das System und wie lässt es sich zum Wohle der Patienten steuern?
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14.11.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Die Arzneimittelversorgung in den Entwicklungsländern ist mangelhaft, immer wieder sterben Menschen, weil sie sich die nötigen Medikamente nicht leisten können. Zu hohe Preise, die häufig durch den Patentschutz zustande kommen, erschweren den Zugang. Neue Lizenzmodelle könnten hier Abhilfe schaffen. Unter dem Motto "Medizinische Forschung – der Allgemeinheit verpflichtet" möchten Wissenschaftler die bestehende internationale Diskussion über sozialverträgliche Lizenzierung öffentlich finanzierter Forschungsergebnisse nach Deutschland bringen. Dazu haben Dr. Peter Tinnemann, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Professor Dr. Christine Godt, Zentrum für Europäische Rechtspolitik in Bremen, und Dr. Christian Wagner-Ahlfs, BUKO Pharma-Kampagne in Bielefeld, ein gemeinsames Projekt initiiert, das die VolkswagenStiftung mit 200.000 Euro unterstützt.
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12.11.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Forschungsförderung in Niedersachsen ist untrennbar mit einem Begriff verbunden: dem "Niedersächsischen Vorab". Dabei handelt es sich um Fördergelder, die speziell den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen zugute kommen. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung wirken hier zum Wohle der Wissenschaft im norddeutschen Bundesland eng zusammen – und dies seit nunmehr über 45 Jahren. Mehr als eine Milliarde Euro wurden der Forschung in dieser Zeit zur Verfügung gestellt.
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29.10.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung