Die VolkswagenStiftung fördert seit 1962 Forschungsvorhaben aller Disziplinen. Sie hilft, zukunftsweisende Wissensgebiete zu etablieren.
Anders als ihr Name vermuten lässt, ist die VolkswagenStiftung keine Unternehmensstiftung, sondern eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Hannover. Mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr ist sie die größte deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung und eine der größten Stiftungen hier zu Lande überhaupt. Die Fördermittel werden aus dem Kapital der Stiftung – derzeit etwa 2,4 Milliarden Euro – erwirtschaftet. Damit ist die Stiftung autonom und unabhängig in ihren Entscheidungen – eine starke Basis, um Wissen zu stiften!
Häufig ist in den vergangenen Jahren vom demografischen Wandel die Rede. In den Medien dominieren dabei Schreckensszenarien, und die Diskussion konzentriert sich oft auf die negativen Folgen. Ein Blick auf die produktiven Gestaltungsmöglichkeiten kann hier einen positiven Akzent setzen. Im August 2006 gab die VolkswagenStiftung daher den Startschuss für eine Ausschreibung zum Thema "Individuelle und gesellschaftliche Perspektiven des Alterns" – unter dem Dach ihrer Initiative "Zukunftsfragen der Gesellschaft". Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten sich inhaltlich originell und methodisch ausgewiesen daran beteiligen mit dem Ziel, Entwicklungspotenziale einer alternden Gesellschaft auf individueller und gesellschaftlicher Ebene auszumachen und diese zu fördern – und zwar unter Beteiligung der "Betroffenen". Denn: Für eine offensive Gestaltung demografischer Herausforderungen tragen auch die älter werdenden Mitglieder einer insgesamt alternden Gesellschaft eine Mitverantwortung. Die VolkswagenStiftung bringt nun zwölf Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 3,6 Millionen Euro auf den Weg. Drei Projekte stellen wir Ihnen im Folgenden genauer vor; eine Übersicht der anderen Geförderten finden Sie am Ende der Pressemitteilung.
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14.08.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Seit der Entdeckung des Penizillins in den 1920er Jahren versuchen Wissenschaftler unaufhörlich, weitere Antibiotika aus Mikroorganismen zu isolieren – zumeist aus Pilzen oder Bakterien. Da viele krankheitserregende Bakterienstämme zunehmend Resistenzen ausbilden gegen die bekannten und zugelassenen Antibiotika, kommt der Suche nach neuen, geeigneten Substanzen mit antibakterieller Wirkung heute hohe Bedeutung zu. Allerdings ist das Auffinden bisher unbekannter Mikroorganismen, die solche Substanzen synthetisieren, nur ein möglicher Weg, um neuer Antibiotika habhaft zu werden.
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13.08.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
VolkswagenStiftung bewilligt rund 925.000 Euro für zwei kulturwissenschaftliche Vorhaben zum sub-saharischen Afrika.
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08.08.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Das Leben der Menschen in Afrika ist in vielen Ländern nach wie vor von Hunger und Armut geprägt. Häufig liegt es daran, dass die vorhandenen Ressourcen nicht nachhaltig genutzt werden. So gefährdet beispielsweise die Entwaldung in Äthiopien, Uganda oder Kenia die Existenzgrundlage vieler Bewohner dieser Regionen. Um hier langfristig etwas ändern zu können, bedarf es der Forschung vor Ort – mit den Wissenschaftlern vor Ort. Dabei gilt es auch, institutionelle Strukturen zu verändern und Wissenschaftler zu vernetzen. Hier setzt die VolkswagenStiftung mit ihrer seit 2003 bestehenden Förderinitiative "Wissen für morgen – Kooperative Forschungsvorhaben im sub-saharischen Afrika" an.
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05.08.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Denkstil, Sprache und Kultur sind eng miteinander verknüpft; über die jeweils verwendete Sprache finden spezifische Begriffe, Erkenntnisse und Deutungsmuster Eingang in die Prozesse von Forschung und Lehre. Sie prägen deren Profil, machen in ihrer kulturell geprägten Differenzierung den Nuancenreichtum von Wissenschaft aus – und machen Übersetzungen oft schwierig. Gleichwohl sind diese wesentlich, um etwa in deutscher Sprache niedergeschriebene wissenschaftliche Erkenntnisse in die internationale Diskussion einzuführen.
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31.07.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das deutsche Museumswesen mit großer Dynamik entwickelt. Der Bau zahlreicher neuer Museen führte bundesweit inzwischen zu der beträchtlichen Zahl von über 6.000 Museen; Jahr für Jahr locken diese insgesamt mehr als 100 Millionen Besucherinnen und Besucher an. Dabei haben nicht nur die großen Museen mit überregionalem Einzugsgebiet erheblich an Attraktivität gewonnen, auch kleine und mittelgroße, die insbesondere mit neuen Ausstellungskonzepten bis dato nicht gekannte Besucherzahlen verzeichnen, schreiben Erfolgsgeschichten. Diese vor Augen, fließen in Summe die Ressourcen vieler Museen seit geraumer Zeit fast zwangsläufig mehr und mehr in die Konzeption von Ausstellungen oder kommen Veranstaltungen zugute.
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29.07.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Welche Einstellungen und Gefühle hegt die in Deutschland lebende Bevölkerung – Deutsche wie Migranten – gegenüber der deutschen Sprache? Welche Ansichten bestehen zu Fragen der Mehrsprachigkeit, hinsichtlich Sprachpflege und Sprachpolitik? Diesem Themenkomplex stellt sich jetzt ein Wissenschaftlerteam in einem von der VolkswagenStiftung mit rund 275.000 Euro geförderten Vorhaben. Geleitet wird das Projekt "Erkundung und Analyse aktueller Spracheinstellungen in Deutschland" von Professor Dr. Ludwig Eichinger vom Institut für Deutsche Sprache (IDS) Mannheim und Professorin Dr. Dagmar Stahlberg vom Lehrstuhl für Sozialpsychologie der Universität Mannheim. Beteiligt ist auch der Deutsche Sprachrat, ein Zusammenschluss von IDS, Gesellschaft für deutsche Sprache, Goethe-Institut und Deutschem Akademischem Austauschdienst.
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15.07.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Die Euroscience-Stiftung verleiht drei European Science Writers Awards an Wissenschaftsjournalisten aus Spanien, Deutschland und Großbritannien. Die Übergabe der Preise findet im Rahmen des EuroScience Open Forum am 21. Juli 2008, 22.30 Uhr, statt. Ort: Media Party in der C3 Bar des Contemporary Culture Centre in Barcelona
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14.07.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung,
Bildung und Gesellschaft
Niedersachsen richtet als erstes Bundesland ein Förderprogramm für Spitzenforscherinnen und -forscher kurz vor dem Ruhestand ein. "Exzellente Forschung kennt keine Altersgrenzen", sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, am heutigen Donnerstag bei der Vorstellung des ersten Seniorprofessors Professor Dr. Karl Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover. Er profitiert vom neuen Förderprogramm "Die Niedersachsen-Professur – Forschung 65 plus". "Es ist konsequent und sinnvoll, die besten und bewährten Kräfte für die Wissenschaft im Lande zu erhalten. Bislang gibt es in Deutschland nur Einzellösungen. Die breite Anerkennung für wissenschaftliche Leistungen im Alter fehlt", so Stratmann.
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10.07.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Kühne Forschungsideen und der Blick über Fachgrenzen hinaus sind wichtige Voraussetzungen für eine Lichtenberg-Professur der VolkswagenStiftung. Seit vier Jahren unterstützt die Stiftung mit diesen Professuren die Einrichtung neuer Forschungsfelder an deutschen Hochschulen. Und ermöglicht gleichzeitig den jungen Spitzenkräften eine langfristige Zukunftsperspektive in der Wissenschaft. Zu den 22 bereits implementierten "Lichtenbergs" kommen nun zwei hinzu, die sich in der diesjährigen Wettbewerbsrunde durchsetzen konnten. Dabei jongliert der eine mit Zahlen, der andere mit Molekülen. Beiden gemeinsam ist ein exzellenter Werdegang. Die VolkswagenStiftung stellt für die beiden Professuren, die an der Universität Göttingen und der RWTH Aachen eingerichtet werden, rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.
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09.07.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung