Aufgaben
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu
- den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,
- übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.
Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Braunschweig/Berlin), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg/Rostock) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln) hat der Wissenschaftsrat drei weitere Ressortforschungseinrichtungen des Bundes evaluiert. Die durchweg positiven Evaluationsergebnisse basieren insbesondere auf den breiten und sehr guten Forschungs- und Entwicklungsgrundlagen in diesen Einrichtungen, deren auch international anerkannte Arbeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Gemeinwohl bzw. den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.
mehr
09.05.2008
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Die Bucerius Law School in Hamburg hat in den acht Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ein unverwechselbares Profil entwickelt, das durch einen wissenschaftlichen Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht mit internationalen Bezügen gekennzeichnet ist. Die wissenschaftliche Produktivität der Hochschule kann sich mit der einer juristischen Fakultät messen. Ihrem mit der Gründung verbundenen anspruchsvollen Ziel, die juristische Ausbildung in Deutschland nachhaltig zu erneuern, ist die Bucerius Law School näher gekommen. "Mit der Einführung des grundständigen Bachelor-Programms mit dem Abschluss Bacchalaureus Legum, an das sich auch weiterführend das Erste Staatsexamen anschließen kann, hat die Bucerius Law School Neuland in der Juristenausbildung betreten", erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. "Die Betreuungsverhältnisse sind weit überdurchschnittlich, genauso wie die räumlichen und sächlichen Ausstattungen."
mehr
09.05.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Das Forschungsrating, ein neuartiges, differenziertes und methodisch sehr anspruchsvolles Verfahren zum Leistungsvergleich in der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt. In einer 2005 durch den Wissenschaftsrat in Auftrag gegebenen und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Pilotstudie sind mit der Chemie und der Soziologie bewusst zwei sehr unterschiedliche Fächer als erste Disziplinen untersucht worden. In der Erprobungsphase hat sich das Forschungsrating als durchführbares und aussagekräftiges Instrument mit hohem Zukunftspotenzial erwiesen. Empfohlen wird daher, das Verfahren schrittweise weiterzuentwickeln, um zu prüfen, ob mittelfristig eine alle geeigneten Fächer erfassende, turnusmäßige Durchführung möglich ist. In einem nächsten Schritt sollen je ein geistes- und ein technikwissenschaftliches Fach untersucht werden.
mehr
09.05.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung,
Bildung und Gesellschaft
Auch jenseits der traditionell für ihre Soziologie bekannten Standorte in Deutschland haben sich inzwischen leistungsstarke Einrichtungen herauskristallisiert, an denen wichtige Beiträge zur soziologischen Forschung geleistet werden. Insgesamt ist die deutsche Soziologie hoch differenziert und weist ausgeprägte Leistungsunterschiede auf. Das gilt nicht nur für die Universitäten und außeruniversitären Institutionen jeweils als Ganzes betrachtet, sondern ebenso innerhalb der einzelnen Einrichtungen.
mehr
18.04.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Hochschulleitung, Lehrpersonal und Studierende der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) haben mit nachhaltiger Innovationsfähigkeit und in seltener Einigkeit und Flexibilität die Ziele der Gründungskonzeption von 1992 erfolgreich umsetzen können. Auf diese Weise ist eine attraktive und leistungsstarke Ausbildungsstätte mit außergewöhnlichem Studienangebot entstanden, die sich darüber hinaus auch durch erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit als anerkannte Kunsthochschule etablieren konnte. Die HfG Karlsruhe erfüllt nicht nur ihre Aufgaben hervorragend, sondern ist zudem aufgrund ihres besonderen Fächerspektrums, ihrer Studien- und Personalstruktur und ihres außerordentlich kooperativen Umgangsstils zu einer bemerkenswerten Bereicherung des Hochschulsystems in Deutschland geworden.
mehr
18.04.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Der Bundespräsident hat auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz folgende Mitglieder für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen:
mehr
28.01.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Auf den diesjährigen Januarsitzungen des Wissenschaftsrates (23.-25.01.08) ist der Münchener Germanist Peter Strohschneider erneut zum Vorsitzenden des Wissenschaftsrates gewählt worden. Die Wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrates hat eine neue Vorsitzende: Die Lebenswissenschaftlerin Ulrike Beisiegel tritt die Nachfolge der Meeresbiologin Karin Lochte an, die den Vorsitz aufgrund ihrer Neuberufung zur Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven aufgibt, der Wissenschaftlichen Kommission als Mitglied aber weiterhin angehören wird.
mehr
28.01.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Die Jacobs University Bremen überzeugt den Wissenschaftsrat mit ihrem breiten Angebot an Bachelor-Studiengängen, der frühen Heranführung der Bachelor-Studierenden an Forschungsprojekte, ihrer internationalen Atmosphäre, dem großen Engagement aller Beteiligten sowie mit ihren vorzüglichen Betreuungsverhältnissen. Auch in der Forschung hat sich die Hochschule seit der Konzeptakkreditierung im Jahr 2001 gut weiterentwickelt. Das ehrgeizige Ziel einer international sichtbaren Forschungsuniversität konnte jedoch innerhalb der kurzen Aufbauzeit noch nicht realisiert werden. Mit der Benennung von fünf Schwerpunkten der Forschung und Entwicklung im Jahr 2006 hat die Universität aber einen Konzentrationsprozess angestoßen, dessen Ergebnisse in den nächsten Jahren sichtbar werden dürften.
mehr
28.01.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Der Wissenschaftsrat bescheinigt dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI), in den vergangenen Jahren eine hervorragende Forschungsarbeit geleistet und seine wissenschaftlichen Serviceleistungen auf höchstem Niveau erfüllt zu haben. Ebenso finden die Modernisierungsmaßnahmen im Bereich Organisation und Forschungsplanung große Anerkennung. "Das DAI hat mit beeindruckender Konsequenz sein Forschungsprofil geschärft, tragfähige Entwicklungskonzepte für das 21. Jahrhundert entwickelt und seine interne Organisation entsprechend neu strukturiert", resümiert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. In der Vergangenheit vernachlässigte Aufgaben wie etwa die Bearbeitung kulturwissenschaftlicher, fachübergreifender Fragestellungen oder die Pflege eines intensiven fachlichen Austausches mit den Universitäten würden jetzt überzeugend bewältigt. Zwar hält es der Wissenschaftsrat für erforderlich, die Forschungsplanung weiter zu straffen, Personal noch effektiver einzusetzen und das Drittmittelaufkommen zu erhöhen, jedoch beeinträchtigt diese Kritik die positive Gesamtbewertung nicht.
mehr
28.01.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung
Erstmals wurden die Wintersitzungen des Wissenschaftsrates mit einem Bericht seines Vorsitzenden zu aktuellen Tendenzen im deutschen Wissenschaftssystem abgeschlossen. Dabei griff der Vorsitzende Professor Peter Strohschneider drei grundsätzliche wissenschaftspolitische Themen auf: die Entwicklung institutioneller Kooperationen, das derzeitige Gehaltsgefüge im Wissenschaftssystem sowie die neue Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Hochschulen und Ländern. An der anschließenden Diskussion beteiligte sich auch die an der Vollversammlung als Gast teilnehmende Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan.
mehr
28.01.2008
Pressemeldung
Hochschule und Forschung