Aktuelle Entwicklungen fordern neue Methoden der Wissensvermittlung in der Berufsbildung
Gute Abschlussnoten und eine hohe fachliche Kompetenz sind heute ein absolutes Muss für jeden Auszubildenden. Auch die Ausbilder, beziehungsweise die Ausbildungsverantwortlichen müssen sich heute mit neuen Fragen auseinandersetzen, um den beruflichen Erfolg zu sichern. Basisqualifikationen, lebenslanges Lernen und Zukunftsmodelle für die Ausbildung sind nur einige Themen, die im Rahmen der didacta 2007, von Dienstag, 27. Februar bis Samstag, 3. März in Köln, von Experten diskutiert werden. So können Berufsschullehrer und Ausbilder von den neuesten Erkenntnissen profitieren.
29.01.2007 Pressemeldung didacta - die BildungsmesseWährend Europas größter Bildungsmesse wird sich das "Forum Ausbildung und Qualifikation", organisiert vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), in Halle 10, A-091 den Entwicklungen und Trends für zukunftsfähige Aus- und Weiterbildung widmen.
Am ersten Messetag beispielsweise zeigen die Experten die Möglichkeiten und Chancen des aktuellen Ausbildungsstrukturprogramms "JOBSTARTER - Für die Zukunft ausbilden". Das Programm zielt auf eine bessere regionale Versorgung Jugendlicher mit betrieblichen Ausbildungsplätzen durch die Gewinnung von Betrieben bzw. Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf Regionen Deutschlands, in denen das Verhältnis von angebotenen und nachgefragten Ausbildungsplätzen unausgewogen ist. Darüber hinaus trägt das Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Ausbildungsstrukturen bei, beispielsweise durch eine bessere Verzahnung schulischer und betrieblicher Ausbildung. Mit einem Fördervolumen von 125 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das neue Programm "JOBSTARTER".
Um 13.00 Uhr eröffnet Referent Peter Thiele (BMBF) das Forum mit der Frage nach den Zukunftsperspektiven der beruflichen Bildung in Deutschland. Anschließend berichten Magnus Milde (BMBF) und Kornelia Raskopp (Bundesinstitut für Berufsbildung) von den Impulsen, die das Förderprogramm setzt. Weiter Experten und Praktiker geben einen Einblick in die bereits laufenden Projekte von "JOBSTARTER".
"Vom Wald lernen - und nachhaltig Leben" unter diesem Motto steht der zweite Veranstaltungstag des Forums am Mittwoch, 28. Februar. Die Fachtagung zum Thema "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" beginnt um 11.00 Uhr mit dem Vortrag von Solvig Wehsener. Mit dem Referat "der Perspektivwechsel als didaktisches Leitmotiv der Nachhaltigkeit" wird Barbara Töpfer vom Institut für Qualitätsentwicklung, Wiesbaden ab 16.00 Uhr für einen gelungen Abschluss des Thementages sorgen. Am Donnerstag, 1. März geht es um neue Entwicklungen in der beruflichen Weiterbildung. Passend hierzu wird um 15.00 Uhr der Weiterbildungsinnovationspreis (WIP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) für innovative und zukunftsorientierte Weiterbildungskonzepte verleiht. Schirmherr der Preisverleihung ist Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Ein weiteres Highlight im Angebotsbereich "Ausbildung und Qualifikation" der didacta 2007 ist die Fachtagung "Neue Medien in der Berufsbildung" die ihren Schwerpunkt auf neue Lern- und Medienkonzepte in der Berufsbildung legt. Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen, betrieblichen und überbetrieblichen Bildungszentren sowie von Medienherstellern stellen sich der Frage, wie "Neue Medien" die Ausbildungsqualität verbessern können. Denn Computer- und Internetbasierten Medien sind nicht länger mehr nur Hilfsmittel zur Wissensvermittlung, sondern haben sich zu Wissenswerkzeugen für ein lebensbegleitendes Lernen entwickelt. Um auf diese Veränderung zu reagieren und mit den "neuen Medien" die Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu verbessern, sind mediendidaktisch begründete Konzepte notwendig, die auf die sich verändernden Rahmenbedingungen abgestimmt sind. Die Veranstaltung richtet sich an das Personal berufsbildender Einrichtungen, an Medienhersteller und an Berufsbildungsexperten. Sie findet statt am Donnerstag. 1. März, von 10.30 bis 16.30 Uhr im Konferenzraum 3, Congress-Centrum Ost der Koelnmesse.
Am Freitag, 2. März steht die internationale Berufsbildung auf der Tagesordnung des "Forums Ausbildung". Referenten der "Nationalen Agentur - Bildung für Europa" erläutern das neue EU-Programm "Lebenslanges Lernen 2007-2013". Der Vortrag informiert über die vier Säulen des europäischen Bildungsprogramms Lebenslanges Lernen, das 2007 beginnt. Dazu zählen die Bereiche Schulbildung (COMENIUS), Hochschulbildung (ERASMUS), Berufliche Bildung (LEONARDO DA VINCI) und Erwachsenenbildung (GRUNDTVIG). 2006 endete die laufende Generation der EU-Bildungsprogramme SOKRATES und LEONARDO DA VINCI. Beide Programme werden von dem neuen EU-Bildungsprogramm LEBENSLANGES LERNEN (PLL) fortgeführt.
Das neue Programm PLL fasst das Programm LEONARDO DA VINCI sowie COMENIUS, ERASMUS und GRUNDTVIG als sektorale Programme unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Am Samstag, 3. März werden im Forum aktuelle Themen aus der Berufsbildung diskutiert. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob zweijährige Ausbildungsberufe ein funktionierendes Konzept darstellen können oder welche Berufsbildungsmöglichkeiten es für behinderte Menschen gibt.
Darüber hinaus bietet der Angebotsbereich "Ausbildung und Qualifikation" der diesjährigen didacta wieder ein breites Spektrum an Vorträge, Seminare und Aktionen zu den momentanen Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis. Neben den Aktivitäten der Aussteller an den einzelnen Messeständen sprechen Experten in den Congress-Centren aktuelle Themen wie beispielsweise "Testverfahren für Berufsanfänger" oder das "Möglichkeiten für eine Qualitätsentwicklung im Bildungswesen" an.
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