Schleswig-Holstein

Berufliche Bildung in Schleswig-Holstein bietet vielfältige Möglichkeiten, einen Beruf zu erlangen

Über 300 Lehrkräfte und Schulleitungen aus den berufsbildenden Schulen sowie Gemeinschaftsschulen informierten sich heute (14. November) auf dem Landesfachtag "Berufliche Bildung in Schleswig-Holstein" im Hohen Arsenal in Rendsburg über die Bandbreite der Möglichkeiten in der beruflichen Bildung.

14.11.2014 Pressemeldung Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen IQSH

Bildungsministerin Britta Ernst hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung der beruflichen Bildung hervor. Das differenzierte Berufsbildungssystem biete den jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, einen Beruf zu erlangen, einen Schulabschluss zu erreichen und sich persönlich weiter zu entwickeln. "Zugleich befindet sich die berufliche Bildung in einem ständigen Entwicklungsprozess: Der demografische Wandel ist auch hier spürbar, Berufsbilder ändern sich und gesellschaftliche Entwicklungen hinterlassen Spuren - wie die Aufgabe der Inklusion oder der Betreuung von jungen Flüchtlingen."

"Wir sind davon überzeugt, dass eine Kooperation der allgemeinbildenden Schulen mit den berufsbildenden Schulen sinnvoll und bereichernd für die Lehrkräfte ist und für die Schülerinnen und Schüler gewinnbringend", sagte Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Direktor des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Dieser Kooperationsgedanke werde am IQSH in der Zusammenarbeit mit dem dort angesiedelten Landesseminar Berufliche Bildung in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst gelebt. "Auch im IQSH profitieren wir von dem unterschiedlichen Professionswissen der Allgemeinbildner und Berufsbildner", sagte Riecke-Baulecke. Er freue sich daher, dass dieser Fachtag auf so großes Interesse gestoßen sei.

"Das Programm des Fachtags mit seinen zwei Fachvorträgen, zahlreichen Workshops und einer Präsentation der 33 berufsbildenden Schulen auf einer Ausstellung wurde gemeinsam vom Landesseminar Berufliche Bildung mit einer Gruppe von Schulleiterinnen und Schulleitern konzipiert", sagte Dr. Stephan Jansen, Leiter des Landesseminars Berufliche Bildung. "Wir wollen aktuelle Themen und Anliegen der beruflichen Bildung aufgreifen, Perspektiven aufzeigen und durch die Präsentation wissenschaftlicher Befunde in den Hauptvorträgen Grundlagen für zukünftige Entscheidungen schaffen." So gleiche Prof. Olaf Köller, Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), in seinem Vortrag die beruflichen Anforderungen in den kaufmännischen und technischen Berufen mit den vorliegenden Kompetenzen der Auszubildenden ab. Dr. Michael Leucht, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IPN, vergleiche in seinem Vortrag auf der Grundlage der LISA-Studie das allgemeinbildende mit dem beruflichen Gymnasium und würdige den speziellen Beitrag des beruflichen Gymnasiums zum Erwerb der Hochschulreife für Jugendliche, die das allgemeinbildenden System mit dem mittleren Bildungsabschluss verließen.

Hintergrundinformation:

In Schleswig-Holstein werden im Schuljahr 2014/2015 an 33 öffentlichen Beruflichen Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren ca. 94.000 Schülerinnen und Schüler in sechs verschiedenen Schularten von ca. 4.300 Lehrpersonen unterrichtet.

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