Hohe Bildungsbeteiligung der jungen Erwachsenen in NRW

Die Bildungsbeteiligung der 15- bis 29-Jährigen in NordrheinWestfalen lag 2006 sowohl über dem deutschen als auch über dem OECD-Durchschnitt. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW mitteilt, besuchten in NRW im Jahre 2006 insgesamt 91,9 Prozent der 15-bis 19-Jährigen und 32,4 Prozent der 20- bis 29-Jährigen eine Schule oder Hochschule. Bundesweit lagen diese Werte bei 88,6 Prozent bzw. 28,5 Prozent, im OECD-Durchschnitt besuchten nur 81,5 Prozent der 15- bis 19-Jährigen und 25,1 Prozent der 20- bis 29-Jährigen eine Bildungseinrichtung.

10.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Diese Zahlen und eine Reihe weiterer Daten zur Bildungssituation in Deutschland sind den "Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich" zu entnehmen, die im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen: webshop.lds.nrw.de/webshop/details.php

Die Publikation, die in international vergleichbarer Form Resultate für die 16 Bundesländer enthält, knüpft direkt an den gestern von der OECD veröffentlichten Datenreport an. Für NRW ergibt sich dabei ein facettenreiches Bild, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Die Studienanfängerquote konnte in NRW zwischen 2000 und 2006 um fast 6 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent gesteigert werden. NRW hatte 2006 einen der höchsten Werte unter den Flächenstaaten (Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent).
  • NRW bietet vielfältige Bildungsmöglichkeiten: So studierten im Jahre 2006 immerhin 8,3 Prozent der Studierenden in eigens dafür eingerichteten Teilzeitstudiengängen (Bundesdurchschnitt 4,0 Prozent). Der Anteil der Studierenden, die an einer privaten Hochschule in NRW eingeschrieben waren, lag mit 5,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (4,1 Prozent).
  • In NRW lag 2006 die durchschnittliche Klassengröße im Primarbereich bei 23,6 und somit über dem Bundesdurchschnitt(22,1 Prozent) und OECD-Durchschnitt (21,5 Prozent). Dabei war die Klassengröße mit 25,2 in den privaten Bildungseinrichtungen höher als in den öffentlichen Einrichtungen des Primarbereichs (23,6 Prozent).

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