Interkulturelle Bildung neuer Themenbereich bei bildungsserver.de

Seit Mai 2006 ist die Interkulturelle Bildung [www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=789](http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=789) als Querschnittsthema in das thematische Angebot des Deutschen Bildungsservers integriert.

23.05.2006 Pressemeldung DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Die bislang bereits veröffentlichten Module zu den Themenbereichen Schule und Interkulturelle Erwachsenenbildung/Weiterbildung sind nun um die Themen Elementarbildung und Sozialpädagogik (in Zusammenarbeit mit der Universität Münster) ergänzt worden. Übersichten zu Institutionen und rechtlichen Rahmenbedingungen vervollständigen das Angebot. Konzipiert und erarbeitet wurde der neue Themenbereich im Rahmen einer Kooperation des Deutschen Bildungsservers mit der Humboldt-Universität zu Berlin, Abteilung Erwachsenenbildung/Weiterbildung.

Was fremd ist und was vertraut, hängt immer auch vom kulturellen Kontext ab, der sich mit den unterschiedlichen Lebens- und Bildungsbereichen ändert: Kinder nehmen das Anderssein des Anderen auf andere Weise wahr als Erwachsene. Die Vorurteile gegenüber Fremden in der Arbeitswelt unterscheiden sich z.B. von Stereotypenbildungen bei Schülern oder Lehrern. Der Deutsche Bildungsserver hat deshalb Informationsquellen zur Interkulturellen Bildung den einzelnen Bildungsbereichen zugeordnet, Aspekte wie Institutionen und rechtliche Rahmenbedingungen der Interkulturellen Bildung aber themenübergreifend angelegt.

Fünf Schwerpunkte bilden das Modul Interkulturelle Bildung im Elementarbereich: Eine umfangreiche Zusammenstellung von Fachbeiträgen zu Konzepten, Methoden und Praxiserfahrungen zum Thema, Übersichten zu Projektesammlungen und Einzelprojekten, Fachartikel und Dokumentationen von Fachtagungen zur interkulturellen Elternarbeit, Sammlungen von praxisbezogenen Materialien und Spielen sowie ein Kapitel zur interkulturellen Fort- und Weiterbildung von Erzieherinnen. Für den Schulbereich bietet der Deutsche Bildungsserver Lehrerinnen und Lehrern grundlegende Übersichten zum Thema, die direkt auf praxisorientierte Handreichungen, methodisch-didaktische Fachinformationen, Unterrichtsmaterialien und Praxisbeispiele sowie auf interessante Projekte zum Thema "Interkulturelle Bildung" oder entsprechende Portale im Internet verlinken. Das Unterkapitel Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund umfasst Hinweise auf Maßnahmen, Konzepte und Informationen der Länder zur Sprachförderung in der Schule und auf Lehrpläne und Richtlinien für das Fach 'Deutsch als Zweitsprache', auf Handreichungen sowie Fachartikel und Publikationen zum Erwerb der zweiten Sprache. Auch Fortbildungsangebote für Lehrer zur interkulturellen Bildung und Erziehung sind hier zu finden. Informationen für Migranten zu beruflicher Integration, zu Qualifizierung und zu Integrationskursen sowie vielfältige Angebote zu Trainings und Weiterbildungen für Berufsfelder wie Altenpflege / Krankenpflege, Pädagogisches Personal, Sozialarbeit oder auch Polizei und Verwaltung bietet die Seite Interkulturelle Erwachsenenbildung / Weiterbildung. Wissenschaftler erhalten Informationen über aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse. Ergänzt wird diese Informationssammlung durch Übersichten zu den Themen interkulturelle Erwachsenenbildung in Europa und interkulturelles Lernen.

Das entsprechende Kapitel für den Bereich der Sozialpädagogik "Migration / Interkulturelle Pädagogik" hält für Interessierte Informationen zu Forschungsinstitutionen und Fachorganisationen bereit, verweist auf Arbeitsgemeinschaften und Interessenverbände und bietet Übersichten zu Web-Portalen, -Datenbanken und -Projekten zum Gegenstandsbereich Migration.

Das DIPF gehört mit 83 anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Leibniz-Gemeinschaft. Das Spektrum der Leibniz-Institute ist breit und reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossener Forschungsabteilung. Die Institute arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär. Sie sind von überregionaler Bedeutung, betreiben Vorhaben im gesamtstaatlichen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert.
Näheres unter www.wgl.de.


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