Kinder / OECD-Studie

Die OECD-Studie "Starting Strong II", deren Ergebnisse für Deutschland heute in Berlin vorgestellt worden sind, beurteilt anhand von statistischen Rahmendaten und auf der Basis der bei einer Expertenbereisung in fünf Bundesländern gesammelten Erkenntnisse das System der Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern bis zum Schuleintritt.

30.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Studie kann nicht mit der ebenfalls von der OECD durchgeführten Schuluntersuchung PISA verglichen werden, weil keine qualitativen Aussagen über die Erfolge von Bildungs- und Erziehungsbemühungen bei Kindern im Vorschulalter auf der Basis von Tests gemacht werden. "Rheinland-Pfalz hat sich an dieser Studie beteiligt, weil wir ein hohes Interesse daran hatten und haben, in dem bereits laufenden Prozess der Qualitätssteigerung unserer Kindertagesstätten Hinweise für eine mögliche Weiterentwicklung dieses Prozesses zu erhalten", unterstrich Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen heute nach der Veröffentlichung des Länderberichts für Deutschland.

Im Wesentlichen unterstützten die OECD-Experten den in Rheinland-Pfalz eingeschlagenen Kurs, so die Ministerin. "Die Anmerkungen und Hinweise der Studie bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen", sagte Doris Ahnen. Zu den Kernaussagen der Studie, das Betreuungsangebot in Deutschland sei noch zu gering, der Bildungsaspekt in der vorschulischen Erziehung und Betreuung komme zu kurz und die Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher solle verbessert werden, erklärte die Bildungs- und Jugendministerin im Einzelnen: "Rheinland-Pfalz hat schon seit einigen Jahren den qualitativen und quantitativen Ausbau des Angebots in Kindertagesstätten zu einer Kernaufgabe gemacht. Für die Kinder im Kindergartenalter liegt der Versorgungsgrad im Land bereits über 100 Prozent. Ein weiterer Ausbau der Angebote für alle Altersgruppen und vor allem von Ganztagsplätzen ist eingeleitet. Mit der Änderung des Kindertagesstättengesetzes im Jahr 2002 wurden die Rahmenbedingungen für die Träger beim quantitativen Ausbau durch eine erhöhte Landesförderung verbessert. Mit den seit 2003 in den Kindertagesstätten eingesetzten Bildungs- und Erziehungsempfehlungen hat die Bildung im Vorschulalter einen höheren Stellenwert erhalten. Und die zum Herbst dieses Jahres auf neue Beine gestellte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, eine intensivierte Weiterbildung sowie der im Sommer 2005 startende berufsbegleitende Fachhochschul-Fernstudiengang für aktive und angehende Leitungskräfte in Kindertagesstätten zielt auf einen Qualifizierungsschub bei dem in Kindertagesstätten arbeitenden Personal."


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