Bildung und Ausbildung sind das beste Mittel zur Gewaltprävention

Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, hat anlässlich des "19. Opferforums" der Hilfsorganisation "Weißer Ring" den engen Zusammenhang von Bildung und Gewaltprävention hervorgehoben.

18.11.2008 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"Eine gute Bildung und Ausbildung eröffnet jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven, gleichzeitig sind sie das beste Mittel zur Gewaltprävention", unterstrich Böhmer bei der Tagung am 18. November 2008.

Insbesondere Jungen und junge Männer aus Zuwandererfamilien seien gefährdet, aus Frust und Perspektivlosigkeit in gewalttätige oder kriminelle Szenen abzurutschen, so Böhmer. So hätten von 228 jugendlichen Teilnehmern türkischer, arabischer und albanischer Herkunft an einem Anti-Aggressivitäts-Training 50 Prozent keinen Schulabschluss gehabt, weitere 45 Prozent besuchten die Hauptschule. "Wir müssen es schaffen, mehr junge Menschen aus Zuwandererfamilien zu einem höheren Bildungsabschluss zu motivieren und ihnen einen besseren Zugang zur Berufsausbildung eröffnen", forderte die Staatsministerin.

Hinzu komme, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders häufig von familiärer Gewalt betroffen seien, so Böhmer weiter. "Wer als Kind Gewalt als 'normales' Mittel der Erziehung erlebt, wird es später als Jugendlicher oder junger Erwachsener ebenfalls als 'normal' empfinden, Gewalt zur Durchsetzung der eigenen Interessen einzusetzen. Diesen Teufelskreis müssen wir durchbrechen", betonte Böhmer. Sie appellierte an die Eltern, ihre Kinder gewaltfrei zu erziehen und ihnen andere Möglichkeiten der Konfliktlösung mit auf den Lebensweg zu geben.


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