Bildungsindikatoren im Ländervergleich
Die Lehrer-Schüler-Relation an den Grundschulen hat sich in NRW im Schuljahr 2007/08 im Vergleich zu 2006 verschlechtert. Kamen 2006 im statistischen Schnitt noch 19,7 Schülerinnen und Schüler auf eine Lehrkraft, so waren es im Schuljahr 2007/08 bereits 20. Nach wie vor ist diese Relation im Primarbereich schlechter als im Sekundarbereich. Das gilt zwar auch für den OECD-Durchschnitt, allerdings hatte in diesem Schnitt im Jahr 2006 eine Lehrkraft im Primarbereich 16 Kinder zu betreuen.
10.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW"Der Primarbereich ist die Grundlage für die Bildungsbiografie der Kinder", kommentiert der VBE-Landesvorsitzende Udo Beckmann. "Er wird aber noch immer nicht wichtig genug genommen."
Die durchschnittliche Klassenfrequenz an den Grundschulen in NRW lag im Jahr 2006 bei 23,6 und im Schuljahr 2007/08 bei 23,4.
"Dass sie gesunken ist, ist erfreulich", so Beckmann. "Allerdings gibt es in der Grundschule immer noch viel zu viele Klassen mit 30 und mehr Kindern. Das ist nicht zumutbar."
In einer kürzlich vom VBE durchgeführten Umfrage gaben 60 Prozent der mehrzügigen Grundschulen an, Eingangsklassen mit mehr als 24 Schülerinnen und Schülern bilden zu müssen.
"Mehr als 24 Kinder in einer Klasse dürfte es in einer Grundschule grundsätzlich nicht geben", so Beckmann abschließend. "Wer Kinder im Grundschulalter individuell fördern will, braucht kleine Lerngruppen."
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