DFG eröffnet New Yorker Büro im Deutschen Haus

Vor rund 140 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft hat der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, das neue DFG-Büro in New York eröffnet.

04.10.2007 Pressemeldung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Es hat seinen Sitz im Deutschen Haus, das – in Sichtweite der United Nations – die Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, das Deutsche Generalkonsulat, den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), die Carl Duisberg Gesellschaft und die Vertretungen verschiedener deutscher Hochschulen beherbergt.

Dieses "Kompetenzzentrum", wie es der DFG-Präsident in seiner Ansprache bezeichnete, werde dazu beitragen, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu schaffen. Wissenschaft mache nicht an nationalen Grenzen Halt, sodass die DFG ihre sämtlichen Programme für ausländische Wissenschaftler geöffnet habe. Die internationale Zusammenarbeit müsse bei den jungen Wissenschaftlern beginnen, so Kleiner. Von den rund 500 Stipendiaten, die die DFG jährlich in der Postdoktoranden-Phase fördert, gingen etwa zwei Drittel ins Ausland, mehr als 50 Prozent davon in die USA und nach Kanada. Inzwischen trage jedoch die Exzellenzinitiative dazu bei, dass die Einbahnstraße aufgehoben werde. Deutschland biete heute attraktive Stellen auch für amerikanische Wissenschaftler.

Auch Thomas Matussek, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, sprach in seinem Grußwort von einer notwendigen Ergänzung und hieß die DFG im "German House" willkommen. "Wie Sie, so versuchen auch wir das Augenmerk unserer amerikanischen und internationalen Partner auf die Zusammenarbeit mit Deutschland zu lenken", so Matussek. Generalkonsul Dr. Hans-Jürgen Heimsoeth nannte die DFG-Vertretung in New York eine "perfekte Mitbewohnerin". Nicht nur Fragen durchreisender Politiker nach Wissenschaftskontakten könnten hier noch kompetenter als bisher beantwortet werden, auch mehr und mehr junge Amerikaner seien an Wissenschaft und Forschung in Deutschland interessiert und benötigten entsprechende Beratung. New York sei ein Biotop von Wissenschaft und Forschung, die DFG habe den richtigen Standort gewählt.

Der Generalsekretär des DAAD, Dr. Christian Bode, begrüßte die DFG als neuen Partner im Deutschen Haus, das damit auch zu einem Haus der deutschen Wissenschaft werde.

Schon seit 2002 unterhält die DFG ein Verbindungsbüro in Washington. Mit dem zusätzlichen Standort New York verfolgt Deutschlands größte Forschungsförderorganisation drei zentrale Ziele: die Intensivierung der Kontakte zu nordamerikanischen und kanadischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen und damit zu den Wissenschaftlern selbst, die Schaffung eines Forums für bilaterale Aktivitäten von Symposien über Gutachtersitzungen bis hin zu Rundgesprächen sowie den Ausbau der Betreuungsaktivitäten für jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Ziel der Information über Veränderungen in der deutschen Hochschullandschaft sowie über Karrieremöglichkeiten und Perspektiven.

Die Koordination der Zusammenarbeit mit den nordamerikanischen Partnerorganisationen sowie die Beobachtung der wissenschaftspolitischen Entwicklungen erfolgen weiterhin vom Standort Washington aus.

Abgerundet wurde die Eröffnungszeremonie durch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Nationale Strategien der Internationalisierung im Zeitalter von globaler Wissenschaft und Forschung".


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