didacta: Der fünfte Messetag
Felix Magaths Sitzplatz im Mannschaftsbus des VFL Wolfsburg, Waschmaschinen für Spielzeug, die komplette Steuerung naturwissenschaftlicher Fachräume mit dem i-Pad oder spezielle Lernmaterialien für den Förderunterricht: Die didacta 2012 in Hannover hatte viele faszinierende Facetten.
18.02.2012 ArtikelNoch einmal stand das Thema frühkindliche Bildung im Mittelpunkt, diesmal im Kontext der Diskussionen um die neuen Medien. Überhaupt zeigte diese Messe eins: Die politischen Diskussionen über Schulstruktur und Schulreformen sind zwar nicht beendet, aber sie sind eher in den Hintergrund getreten. Erzieherinnen und Lehrer suchen nach Lösungen, danach, wie sie Bildung in Kita und Schule erfolgreich gestalten können.
"Wir haben festgestellt", so Christoph Bornhorn vom Verband Bildungsmedien, "dass die Lehrerinnen und Lehrer bereits sehr gut informiert zur Messe kommen und sehr qualifizierte Fragen stellen. Die Fragen gehen natürlich in Richtung der aktuellen Themen: Wie kann Inklusion gelingen? Wie können sinnvoll digitale Medien eingesetzt werden, damit sie den Unterricht auch wirklich bereichern?"
Aber nicht nur Bits und Bytes sorgten für große Nachfrage, beobachtete Wolf-Rüdiger Feldmann vom Cornelsen Verlag. "Was wirklich überrascht: Auch das gute Schulbuch in gedruckter Form findet nach wie vor breites Interesse."
<iframe width="484" height="276" src="http://www.youtube.com/embed/M7qWqxuRI5Y" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> Schule ist mehr als Unterricht - auch das wurde auf der didacta deutlich. In einer neuen Sonderschau präsentierten außerschulische Lernorte ihr breites Angebot. Und traditionell ist die berufliche Bildung auf der didacta gut präsentiert. Sie fand diesmal neue Zielgruppen, so das Resumee von Ralf Detzel von der Firma Christiani. "Von dieser didacta nehmen wir mit, dass sich die Messe ein bisschen verändert hat. Wir haben viel mehr internationales Publikum, als in den vergangenen Jahren. Wir nehmen interessanten Anregungen aus den Gesprächen mit, wobei es auch da immer wieder darum geht: Wie qualifizieren wir die Ausbilder?"
Mehr als 80 000 Besucher zählte die Messe Hannover am Ende. Nach dem diesjährigen Aussteller- jetzt also auch ein Besucherrekord. Einige Besucher tauften die Halle 23 kurzerhand in "Kleine Cebit"um - erste Hinweise für die Schwerpunkte der kommenden Bildungsmesse in Köln.
"Die didacta 2012 war ein Wahnsinnsevent", betonte Reinhard Koslitz vom Didacta Verband am Ende des letzten Messetags. "Nach Köln nehmen wir mit, dass wir dort weitermachen, wo wir hier aufhören: Die IT-Branche ist inzwischen auf der didacta angekommen. Es wird eine Verschmelzung geben zwischen den bisher typischen Schulmedien und der IT-Branche. Schulsicherheitssysteme, Ganztagsschulen, die neuen Schulsysteme, alles was momentan Thema ist, wird in Köln gezeigt. Und wir werden mit dem Thema Inklusion weitermachen."
Die Lehrer jedenfalls wollen die guten Entwicklungen rund um das Thema Bildung aus Hannover auch mit auf die nächste didacta nehmen. da war sich Udo Beckmann vom Verband Bildung und Erziehung ganz sicher: "Die didacta 2012 war eine Erfolgsmesse - auch für den VBE. Und von daher freuen wir uns schon auf die didacta 2013 in Köln."
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