Eröffnung der Ausstellung "Maya – Könige aus dem Regenwald" in Rosenheim

Die überregionale Bedeutung der Ausstellungen im Rosenheimer Lokschuppen hat Kunstminister Thomas Goppel am Donnerstagabend anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung "Maya – Könige aus dem Regenwald" herausgestellt.

29.03.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel: "Der Lokschuppen lockt mit einer beeindruckenden Schau über die Kultur der Maya und hat damit die besten Voraussetzungen, an den Erfolg der vorangegangenen Ausstellungen mit regelmäßig über 100.000 Besuchern anzuknüpfen." Auch dieser Ausstellung liege wieder ein überzeugendes Konzept zugrunde, bei dem Veranschaulichung und Begreifbarkeit eine zentrale Bedeutung hätten. "Die Begegnung mit dem authentischen Objekt ist etwas, das neben dem eigentlichen Erkenntnisgewinn auch emotional berührt", so Goppel. Besonders hob der Minister hervor, dass die Ausstellung und ihr Katalog nicht mit dem historischen Untergang einer Kultur endeten, sondern auch den Bogen schlügen zum heutigen Leben der Nachfahren der Maya.

Die Kultur der Maya, die ihre Blütezeit während des europäischen Mittelalters erlebte, prägte die Halbinsel Yucatán und das Gebiet der heutigen Staaten Guatemala, Mexiko, Belize, Honduras und El Salvador. Die Mayavölker waren eine Gruppe indigener Stämme und bildeten Stadtstaaten, die wohl nicht selten auch gegeneinander in den Krieg zogen. Gleichzeitig brachten die Maya überaus eindrucksvolle kulturelle Leistungen hervor, z. B. einen sehr präzisen Kalender oder die damals am weitesten entwickelte Schrift in Amerika. Als Erstes werden mit dem Volk der Maya meist die von ihnen hinterlassenen Städte und Kunstwerke assoziiert. Sie gerieten nach dem Sieg der spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert in Vergessenheit und wurden im Wesentlichen erst im 20. Jahrhundert von Archäologen aus dem Regenwald befreit, der sie überwuchert hatte.


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