Niedersachsen:

GEW plant Demonstration für den 29. August

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen erkennt an, dass die rot-grüne Koalition den Bildungsbereich mit mehr Mitteln ausstattet. Diese Mittel reichen aber nicht aus, um die notwendigen Verbesserungen zu finanzieren, die den Ansprüchen des Koalitionsvertrages genügen würden.

03.07.2013 Pressemeldung GEW Niedersachsen

"Das ist auch kein Wunder, weil die schwarz-gelbe Regierung riesige Löcher hinterlassen hat, wie z.B. die rechtswidrigen Zustände beim Ganztags-Billigmodell", erklärt der Landesvorsitzende der GEW Eberhard Brandt. Die GEW kritisiert scharf, dass von den Beschäftigten im Kultusbereich durch die Erhöhung der Arbeits-zeit für Gymnasiallehrkräfte (50 Mio. Euro) und die Kürzung der Altersermäßigung (65 Mio. Euro) mehr Mittel aufgebracht werden als zusätzliche Haushaltsmittel dazukommen (105 Mio. Euro). "Es kann nicht sein, dass ein solides Ganztagsmodell und eine bessere Ausstattung der Inklusion von den Beschäftigten bezahlt werden."

Die GEW hält deshalb an den Planungen für eine Demonstration am Donnerstag, dem 29. August, in Hannover fest. "Wir wollen in den Kollegien gemeinsam und solidarisch handeln, also wieder gemeinsam mit den anderen Bildungsorganisationen demonstrieren", betont der GEW-Landesvorsitzende. "Die Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung ist an jeder Schulform ein Schritt in die falsche Richtung. Wir lassen die Schulformen nicht gegeneinander ausspielen. Wenn die Landesregierung pädagogisch sinnvolle Reformen an den Gymnasien erreichen will, darf sie den KollegInnen nicht in die Kniekehle treten."

Mehr Kita-Plätze aber kein besserer Personalschlüssel

Die GEW begrüßt, dass 5.000 zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren finanziert werden, und stellt fest, dass mit den zur Verfügung gestellten Geldern immer noch keine Verbesserung des unzureichenden Personalschlüssels möglich wird.

Solides Ganztagskonzept

Die GEW begrüßt, dass die Ganztagsschulen stufenweise eine solide Personalausstattung bekommen sollen, wie es die GEW seit Jahren vergeblich gefordert hatte. Nun komme es auf die Details der Um-setzung an. Für die Kollegien bedeute die Übergangszeit eine erhebliche Anspannung, so Eberhard Brandt.

Mittel für Qualitätsverbesserungen

"Ohne über Einzelheiten informiert zu sein, können wir nur feststellen, dass diese Erhöhungen dringend notwendig sind. Ob die Mittel für die bessere Ausstattung der Inklusion und der Fortbildung ausreichen, wirkt auf den ersten Blick zweifelhaft. Hier muss nachgebessert werden", fordert der GEW-Landesvor¬sitzende.

Bildungsinvestitionen im Hochschulsektor

Die GEW sei froh darüber, dass der Weg in die Gebührenfinanzierung der Bildung nunmehr auch in Niedersachsen gestoppt ist. "Das ist eine große Leistung. Mehr Studienplätze und eine bessere Finanzausstattung der Studierendenwerke gehörten zu unseren Forderungen. Aber eine Verbesserung der Lage des wissenschaftlichen Mittelbaus ist immer noch nicht finanziert", wertet die GEW.

Ansprechpartner

GEW Niedersachsen

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