GEW Thüringen: Die Kultusministerentscheidung des Ministerpräsidenten ist höchst fragwürdig
Mit Empörung hat der Landesvorstand der GEW Thüringen auf die Benennung von Dr. Peter Krause für das Amt des Kultusministers durch Ministerpräsident Althaus reagiert. "Wir erwarten von einem Kultusminister - neben seiner fachlichen Kompetenz - ein klares Bekenntnis zur demokratischen Grundordnung, statt fragwürdiger Verteidigung seiner Tätigkeit für die "Junge Freiheit" und das "Ostpreußenblatt". Einfache Lippenbekenntnisse zur Demokratie reichen nicht", so der GEW-Landesvorsitzende Jürgen Röhreich, nach der Beratung des GEW-Landesvorstands am 26.04.2008.
26.04.2008 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen"Als Bildungsminister ist nicht akzeptabel, wer gleichzeitig von der NPD als "Ideengeber"* angesehen wird. Da dieser Minister qua Amt Vorsitzender des Stiftungsrates der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ist, muss er sich nach seiner publizistischen Vergangenheit fragen lassen, für welches Bildungs- und Menschenbild er steht", so Röhreich weiter.
Neben der persönlichen Eignung des zukünftigen Kultusministers steht auch die Sinnhaftigkeit einer Benennung für ein Jahr bis Ende der Legislaturperiode. Neben der Herbst beginnenden Einführung des Bildungsplanes für Kinder bis zehn Jahre, der Baustelle "Gemeinsames Lernen", der Umsetzung - noch besser wäre eine Korrektur - des Lehrerbildungsgesetzes und des Hochschulgesetzes, der "Reformen" im Gymnasium steht er vor der Lösung des Personalproblems im Zusammenhang mit der Teilzeitverbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern. All dies verlangt einen fachlich kompetenten und engagierten Minister. "Wir bezweifeln, dass Dr. Krause persönlich wie fachlich für diesen Posten geeignet ist", so der GEW-Landesvorsitzende abschließend.
*Pressemitteilung der NPD-Landtagsfraktion Sachsen vom 25.04.2008
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