Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung bekommt Hand und Fuß
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die Einrichtung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft.
12.11.2009 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Hans-Joachim Otto, MdB hat heute bei der 6. Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft der "Friedrich Naumann Stiftung Für die Freiheit" und des "Büros für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft" in Berlin angekündigt, dass die Bundesregierung der Kultur- und Kreativwirtschaft in dieser Legislaturperiode eine besondere Aufmerksamkeit schenken wird. Der Deutsche Kulturrat ist Kooperationspartner dieser Veranstaltung. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird als eine zentrale Säule der zunehmend wissensbasierten Wirtschaft angesehen.
Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung soll nicht nur weitergeführt, sondern ausgebaut werden. Hierfür nimmt ab heute das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft seine Arbeit auf. Es ist angesiedelt beim Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft (RKW) in Eschborn. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft hat folgende Aufgaben:
- die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld in der Öffentlichkeit zu verankern,
- den Zugang von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu den bestehenden öffentlichen Förderprogrammen zu verbessern,
- die Professionalisierung und Weiterbildung in der Kultur- und Kreativwirtschaft voranzutreiben,
- die Marktchancen für Kreative zu verbessern und
- den Zugang zu internationalen Märkten zu erschließen.
Neben der Fortsetzung der branchenspezifischen Dialoge soll ein besonderes Augenmerk auf die branchenübergreifenden Fragen der kleinteiligen Kultur- und Kreativwirtschaft gerichtet werden. Ebenso soll das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft Mittler zwischen den Branchen und den politisch Verantwortlichen sein. Neben der Hauptstelle des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft werden acht regionale Kontakt- und Anlaufstellen eingerichtet, die Ansprechpartner für die Kreativen vor Ort sind.
Weiter hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto, MdB angekündigt, dass die Künstlersozialversicherung gestärkt werden soll. Die Verwertungsgesellschaften (z.B. GEMA) sollen neu strukturiert werden.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft bekommt die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung nun Hand und Fuß. Nachdem über anderthalb Jahre eine Bestandsaufnahme zu den Problemen der einzelnen Teilmärkte erfolgte, ist es sehr zu begrüßen, dass in dieser Legislaturperiode gleich zu Beginn etwas Konkretes auf den Weg gebracht wurde, um nicht nur von der Bedeutung und Stärkung der Kulturwirtschaft zu reden, sondern dies auch tatsächlich umzusetzen."
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