Bildungsbericht

Kultusminister Spaenle bewertet Ergebnisse des Berichts "Bildung in Deutschland"

Für Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle belegt der heute vorgelegte Bericht "Bildung in Deutschland" einige positive Entwicklungen, aber auch Aufgaben, denen man sich in Zukunft vermehrt zuwenden muss. "Bayern befindet sich auf einem guten Weg zu mehr Qualität und Gerechtigkeit im Bildungswesen für die jungen Menschen. Dazu haben wir im Doppelhaushalt 2009/2010 kräftig in Bildung und Wissenschaft investiert", deutet der Minister die bayerische Entwicklung im bundesweiten Kontext.

17.06.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Es muss uns gelingen, dass sich möglichst jeder junge Mensch auf einer soliden Bildungsgrundlage eine Tür in Ausbildung und Beruf öffnen und seine eigene Persönlichkeit entfalten kann", betont Kultusminister Spaenle. Positive Ansätze erkennt der Bildungspolitiker zum Beispiel in folgenden Punkten:

  • Bayern hat mit 6,4 % mit Baden-Württemberg zusammen den geringsten Anteil von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss.
  • Der Anteil der Jugendlichen, die sich auch aufgrund ihrer schulischen und beruflichen Bildung in einer Risikolage befinden, ist in Bayern bundesweit am niedrigsten.
  • Die Bildungsbeteilung bei den 16- bis 19-Jährigen liegt in Bayern mit 96,2 % besonders hoch.

"Diese insgesamt positive Entwicklung wollen wir nachhaltig voranbringen. Dafür haben wir im Doppelhaushalt 2009/2010 die Ausgaben für Bildung und Forschung um 12,7 % erhöht und mehr als 2.700 Lehrkräfte zusätzlich eingestellt", so der Minister.

Auf dem guten Weg befinde man sich auch in der Förderung von Kindern aus "bildungsfernen" Familien, besonders von Kindern mit Migrationshintergrund. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Förderung der schulischen Integration von Zuwandererkindern sind Maßnahmen der Sprachförderung und der Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen weiterentwickelt worden. "Wir müssen gerade diese Kinder und Jugendlichen dort abholen, wo sie sich befinden, und dabei auch ihre Eltern mit einbeziehen", richtet der Minister den Blick nach vorne.

Angesichts der demografischen Entwicklung strebe die bayerische Staatsregierung an, gleichwertige Lebensbedingungen und Bildungschancen flächendeckend zu verwirklichen. Zentrale Instrumente, um diesem Ziel näherzukommen, sind:

  • die Schulverbünde der neukonzipierten Mittelschule, die Schulstandorte
  • vor Ort erhalten helfen,
  • die Neugründungen von weiterführenden Schulen,
  • die Kooperationsmodelle von Haupt- und Wirtschaftsschule,
  • die Kooperationsmodelle von Haupt- und Realschule sowie
  • der massive Ausbau von Ganztagsangeboten

Mit dem Ausbau von Fach- und Berufsoberschulen setzt Bayern konsequent den Weg fort, den Anteil der Studienanfänger zu erhöhen. Bereits jetzt nimmt im Freistaat die Quote der Studienanfänger deutlich stärker zu als im Bundesdurchschnitt.

Abschließend stellt Kultusminister Spaenle fest: "Wir haben vielfältige Aufgaben, die wir trotz angesichts der schwierigen Haushaltslage mit großem Nachdruck angehen müssen, damit wir die Qualität von Schule und Unterricht weiter verbessern und unseren Schülern, unabhängig von ihren sozialen und kulturellen Rahmenbedingen, gerechte Teilhabechance eröffnen."


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