Kunstministerium verleiht zum dritten Mal Preis für das "Ehrenamt im Museum"
"Ohne die ausdauernde Leidenschaft der ehrenamtlichen Helfer wäre uns ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes für immer verloren gegangen, wären viele Schätze niemals gehoben worden, wäre die Weiterführung einiger Museen nicht möglich. Die Vielfalt unserer Museumslandschaft verdanken wir zu einem großen Teil dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen dieses Landes", sagte Sachsens Kunstministerin, Dr. Eva-Maria Stange, heute aus Anlass der Verleihung des Preises für "verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens". Insgesamt 25 Frauen und Männer wurden mit diesem Preis für ihre Arbeit geehrt, darunter Ehrenamtliche aus Dresden, Freiberg, Rabenau, Kamenz und Torgau.
28.11.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Museum und Ehrenamt, das ist eine Partnerschaft mit einer langen Tradition: Viele Sammlungen entstanden zunächst durch private Initiative Einzelner. Gleichgesinnte kamen hinzu, Vereine gründeten sich. So entstanden bürgerschaftlich getragene Sammlungen und Museen an vielen Orten Sachsens. Heute gibt es in Sachsen etwa 470 Museen, so viele wie noch nie in der Geschichte des Freistaates. Diese leben vom oft jahrelangen Einsatz von Menschen, der Garant ist für die Vielfalt unserer Museen und daher unbezahlbar", sagte die Ministerin zur Preisverleihung. Ehrenamtliche Mitarbeiter seien das Rückrat der Museumslandschaft in Sachsen.
Der Preis für das Ehrenamt im Museum wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen.
Aus dem Dresdner Raum wurden ausgezeichnet:
Bernd Oppermann: Er arbeitet seit mehreren Jahren im Förderverein der Technischen Sammlungen Dresden, organisiert Veranstaltungen und Vorträge und engagiert sich für die behindertengerechte Gestaltung der Ausstellungen und Projekte.
Katja Meyer und Andre Köhler: Sie engagieren sich im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Katja Meyer scannt im Bereich der Fotothek des Museums historische Fotos im Rahmen der EDV-gestützten Inventarisierung ein. Andre Köhler arbeitet im Bereich der grafischen Sammlung, fotografiert die Blätter und bereitet Negativordner der Fotothek zur Sicherungsverfilmung vor.
Dr. Wolfgang Reichel: Er berät schon seit mehreren Jahrzehnten die städtischen Sammlungen Freital, Schloss Burgk, in Fragen des Steinkohlenbergbaus. Für den Aufbau einer Dauerausstellung zum Thema der Steinkohlenentstehung im Döhlener Becken ist er ehrenamtlich federführend tätig.
Ursula Baller: Sie ist seit 1997 im Lohberger-, Stadt- und Kreismuseum Dippoldiswalde ehrenamtlich, regelmäßig vier Stunden in der Woche, tätig. Sie beschäftigt sich mit der Aufarbeitung und Systematisierung von Sammlungsbeständen und ist zuständig für die Betreuung des Archivs (Einarbeitung von Sammlungsgut, Katalogisierung von Neueingängen, Übersetzung alter Handschriften.
Dieter Mende: Er ist seit 6 Jahren ehrenamtlich im Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein und als Denkmalpfleger tätig. Durch seine Vermittlung wurden den Museen eine wertvolle Fotosammlung (ca. 4000 Glasfotos ab ca. 1920) sowie zahlreiche Sachzeugen von regionaler Bedeutung übergeben. Herr Mende leistet Unterstützung bei Sonderausstellungen durch entsprechende Recherchen über Leihgaben und Schenkungen.
Dr. Johann Spensberger: Er ist Vereinsvorsitzender des 2007 gegründeten Deutschen Stuhlbaumuseums Rabenau e.V. und Leiter des Museumsbeirates. Er hat wesentlichen Anteil an der Zusammenstellung der Heimatsammlung und dem originalgetreuen, funktionstüchtigen Wiederaufbau der Werkstatt im Museum. Unter seiner Leitung fanden zahlreiche Sonderausstellungen und überregionale Veranstaltungen statt; er organisierte und leitete den 1. Deutschen Stuhlbauertag im September 2008.
Dr. Dietrich Noack: Er ist Mitbegründer des Deutschen Stuhlbaumuseums e. V, stellvertretender Leiter und ist für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. In seiner vielseitigen, engagierten Arbeit liegt ihm die Vermittlung sächsischer Geschichte und der Stuhlbaugeschichte besonders am Herzen. Er publiziert in diesem Zusammenhang die Vortrags- und Schriftenreihe zur sächsischen Geschichte.
Dr. Manfred Mai: Er arbeitet seit 1992 als Initiator für den Aufbau des Museum der Granitindustrie Königshain, ist Ehrenvorsitzender und Mitglied des Vorstandes.
Heidrun Keitel: Sie arbeitet seit 1994 in der Arbeitsgruppe zum Aufbau des Museums der Granitindustrie Königshain im Vorstand des Fördervereins und ist seit 2004 dessen Vorsitzende.
Siegfried Richter: Er wird geehrt für sein Engagement im Freundeskreis des Sebnitzer Kunstblumen- und Heimatmuseums, dessen stellvertretender Sprecher er ist. Herr Richter ist Mitorganisator und Referent der monatlichen regionalgeschichtlichen Veranstaltungen und fertigt Broschüren als Arbeitsmaterial für das Museum und Schulen an.
Hans-Werner Otto: Er hält seit etwa 1965 engen Kontakt zum Staatlichen Museum für Naturkunde Görlitz. Im Herbarium des Museums befinden sich über 6.800 von ihm gesammelte Belege der Oberlausitz und ca. 500 aus anderen Gebieten Deutschlands und des Mittelmeerraumes. Er hat zahlreiche wissenschaftliche und wissenschaftsgeschichtliche Veröffentlichungen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Museums herausgegeben und ist kümmert sich um die Datenbank des Herbariums.
Marieluise Hesse: Sie ist im Stadtmuseum Bautzen für ein Buchprojekt zuständig, prüft und gleicht bibliographische Angaben von ca. 300 Büchern ab. Ihr übertragen sind die Vorbereitungsarbeiten für das Einbringen der Bücher in eine Dauerausstellung und für die Jahresschrift zum Thema "Bilderbögen".
Manfred Jach: Er ist Gründungsmitglied des Fördervereins Lausitzer Bergbaumuseum e. V. Knappenrode, war acht Jahre ehrenamtlicher Besucherbetreuer und leitet nun Besucherbetreuer an und erarbeitet Sonderführungen.
Dr. Wolfgang Beyer: Er leistet schon seit 45 Jahren ehrenamtliche Arbeit für das Museum Weißenberg "Alte Pfefferküchlerei". Seit 1960 arbeitet er im Museumsbeirat mit und ist Mitbegründer des Fördervereins. Aktiv betreibt er Sponsoring-Akquise
Bernd Mälzer: Er wirkt als aktives und langjähriges Mitglied des Geschichts- und Museumsvereins der Städtischen Museen Zittau sehr intensiv an der Aufarbeitung wesentlicher Themen der regionalen Kultur- und Kunstgeschichte mit und hat viele Initiativen begründet. Darüber hinaus unterstützt er das Einwerben von Ankäufen, vermittelt wichtige Neuerwerbungen und stellte selbst Schenkungen zur Verfügung. Durch zahlreiche Vorträge, Publikationen, Beratungen hilft er, das Anliegen des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins noch bekannter zu machen. Verdient machte er sich mit der Erforschung der Zittauer Glasmalerei, deren überregionale Bedeutung dadurch wieder erkennbar wurde.
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