Kunststaatssekretär eröffnet Ausstellung "Ein Garten im Ärmel" zu islamischer Buchkultur
"In der Ausstellung treten wir einer friedlichen Welt des Denkens und Nachdenkens im Orient gegenüber, die wir über aktuellen politischen Konflikten oft vergessen", sagte Kunststaatssekretär Dr. Knut Nevermann heute zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Garten im Ärmel" in der Leipziger Universitätsbibliothek. Es sei eine der wichtigsten Aufgaben einer Universität durch Vermittlung kulturellen und historischen Wissens Wege der Kooperation dort zu finden, wo Fremdheit zu überwinden und Misstrauen abzubauen ist.
10.07.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie Ausstellung sei ein großzügiges Angebot, eine andere Kultur besser zu verstehen. "Wir sind eingeladen, die islamische Buchkultur kennen zu lernen. Buchkunst wird auch zu sehen sein, aber die Kultur, der Kontext und die Geschichte stehen im Vordergrund", so Staatsekretär Dr. Nevermann.
Die Ausstellung präsentiert wertvolle Stücke aus 1500 Jahren islamischer Buchkultur. Es werden Handschriften aus der Prophetentradition, aus Rechtswissenschaft, Mystik und Magie gezeigt, ebenso wie naturwissenschaftliche und medizinische Bücher. Die Metapher des Gartens, welche die Ausstellung islamischer Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig begleitet, entstammt der Feder von al-Jahiz, eines großen arabischen Bibliophile des 9. Jahrhunderts.
Die Universitätsbibliothek Leipzig besitzt unter ihren ca. 3.400 orientalischen Handschriften ca. 1.800 in den Islamsprachen Arabisch, Persisch oder Osmanisch und verfügt damit einen außergewöhnlich reichen Bestand.
Die Ausstellung wird bis zum 28. September 2008 gezeigt und ist täglich 10 bis 20 Uhr, samstags 12 bis 16 Uhr geöffnet.
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