Sinkende Ausgaben für Forschung und Entwicklung und wachsender Protektionismus behindern Innovation
Der Rückgang der öffentlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in einer Reihe der OECD-Länder gefährdet die Innovationskraft in Zeiten von großen globalen Herausforderungen wie Klimawandel und einer alternden Bevölkerung.
08.12.2016 Bundesweit Pressemeldung OECD Centre BerlinZu dieser Einschätzung kommt der aktuelle OECD Science, Technology and Innovation Outlook 2016, der heute in Paris veröffentlicht wurde.
So sind 2014 die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in den OECD-Ländern zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981 gesunken. Die Forschung, die zu einem Großteil von der öffentlichen Hand finanziert wird, wurde von anderen Prioritäten wie Renten-, Gesundheits- oder Sozialausgaben verdrängt. Diese verzehren große Teile des öffentlichen Budgets. Einen Rückgang der F&E Investitionen lässt sich schon seit 2009, also seit der globalen Finanzkrise, feststellen.
In Deutschland ist der Anteil der Forschungsausgaben an den Gesamtausgaben seit 2000 entgegen dem OECD-Trend gestiegen. Es schließt sich damit den ostasiatischen Ländern Korea und Japan an. Die Länder Deutschland, USA, China, Japan und Indien machen zusammen 59 Prozent der globalen Forschung und Entwicklung aus.
“Wirtschaftliches Wachstum hängt allein von Innovation ab. Innovationskraft ist der entscheidende Faktor, um die großen Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen, von alternden Bevölkerungen über Klimawandel bis hin zu Ungleichheit,“ sagte der Leiter des OECD Wissenschafts-, Technologie- und Innovationsdirektorats Andrew Wyckoff bei der Vorstellung des Berichts. „Die Förderung von Forschung und Entwicklung ist von zentraler Bedeutung für unsere Zukunft.“
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