Bildungsniveau

Wir müssen Eltern unterstützen, Lese-Vorbilder zu sein

Am Sonntag, dem 8. September, ist Weltalphabetisierungstag, an dem weltweit darauf aufmerksam gemacht wird, wie wichtig die Stärkung von Lese- und Schreibkompetenzen ist.

05.09.2019 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Auch in Deutschland müssen wir weiter daran arbeiten, die Zahl der Menschen mit Lese- und Schreibschwächen zu verringern. Immer noch können 6,2 Millionen Erwachsene in unserem Land nicht richtig lesen oder schreiben. Wir müssen dabei aber auch verstärkt an deren Kinder denken.

Laut neuesten Erkenntnissen im Rahmen der LEO-Studie der Universität Hamburg wachsen rund 4,5 Millionen Kinder in Deutschland mit mindestens einem Elternteil auf, das Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat. Diese Kinder laufen Gefahr, ebenfalls nur ein niedriges Bildungsniveau zu erreichen. Vor diesem Hintergrund müssen wir in den nächsten Jahren unsere Bemühungen weiter verstärken, die Lese- und Schreibkompetenzen gerade dieser Eltern gezielt zu fördern, damit diese wiederum ihre Kinder in der Lese- und Schreibentwicklung unterstützen können. 

Bildung wird auch über das Elternhaus vermittelt. Defizite in diesem Zusammenhang haben für die Kinder langfristige Folgen. Daher fördert das Bundesbildungsministerium in der AlphaDekade Projekte, in denen es darum geht, dass Eltern besser lesen und schreiben lernen, damit sie ihren Kindern vorlesen können. Denn Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, haben bessere Schulnoten, einen Vorsprung bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und wichtiger sozialer Kompetenzen.

Bereits 15 Minuten tägliches Vorlesen bietet Kindern prägende Hilfe beim Lesenlernen, so die Stiftung Lesen. Mit unserer Info-Ausstellung "Lesen und Schreiben öffnet Welten", TV, Hörfunk- und Online-Spots informieren wir bundesweit über Lernangebote vor Ort.

Von frühester Kindheit an geht es darum, einen spielerischen Umgang mit Büchern zu entwickeln, Geschichten vorzulesen und die Lust am Selberlesen und Schreiben zu wecken. Das ist eine Aufgabe für alle Glieder der Bildungskette. Von den Kitas über die Schulen bis hin zu Jugendamt und Sozialberatung: Alle gesellschaftlichen Akteure sind gefragt, Eltern mit Lese- und Schreibschwierigkeiten zu unterstützen. Alphabetisierung ist auch Familienarbeit!"


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