Eine Schule für alle
Bayerns Schulen müssen besser werden. Kleinere Klassen und mehr Lehrerinnen und Lehrer; ein Unterricht, bei dem das Lernen im Mittelpunkt steht, nicht das Lehren; echte Ganztagsschulen statt 45-Minuten- Takt am Vormittag; selbstständigere, demokratischere Schulen und innere Schulentwicklung - diese Forderungen sind unstrittig, auch für uns.
28.04.2005 Bayern Pressemeldung GEW BayernDoch sie genügen nicht. Damit Schule wirklich gelingt, braucht sie einen neuen Rahmen. Die Schulstruktur darf kein Tabu sein, sie muss unvoreingenommen diskutiert werden. Das gegliederte Schulsystem versperrt den Weg zu einer besseren Schule.
Gemeinsam lernen statt Auslese
Gegliedertes Schulsystem heißt Auslese. Kinder müssen sich der Schule anpassen. Tun sie es nicht, gelingt der Übertritt nicht, sie bleiben sitzen oder werden in "niedrigere" Schularten abgeschoben. Das Ausleseprinzip erspart den Schulen die Verantwortung für den Lernerfolg ihrer Schüler und Schülerinnen. Wenn diese scheitern, besuchen sie eben die falsche Schule.
Ermutigung statt Versagen
So haben Kinder und Jugendliche immer wieder das Versagen vor Augen. Das macht Angst. Wer Angst hat, kann nicht richtig lernen. Eine Schule, die mit Aussortieren droht, behindert das Lernen. Aber es geht auch anders: In EINER SCHULE FÜR ALLE.
Individuelle Förderung statt Gleichmacherei
EINE SCHULE FÜR ALLE bedeutet: Alle Kinder besuchen bis zum Ende der Pflichtschulzeit, also gewöhnlich zehn Jahre lang, die gleiche Schule. Anders als die deutsche Gesamtschule soll EINE SCHULE FÜR ALLE keine weitere Schulform im gegliederten System sein, sondern die einzige Schule für alle Kinder. Jedes Kind ist anders, deswegen muss jedes Kind individuell gefördert werden. Das gelingt im gegliederten Schulsystem nicht. Kinder nach angeblich gleicher Begabung in Schularten einzusortieren - das ist Gleichmacherei.
Im Gegensatz dazu bietet die gemeinsame Schule den Rahmen für individuelle Förderung Die Schule übernimmt die Verantwortung für den Lernerfolg und nimmt ihre Schülerinnen und Schüler so an, wie sie sind. Niemand wird abgeschoben, niemand bleibt zurück, niemand wird beschämt. Alle sind willkommen. EINE SCHULE FÜR ALLE ist die Schule der Zukunft.
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Initiative EINE SCHULE FÜR ALLE
Bayerischer Elternverband (BEV)
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Bayern (GEW)
Landesschülervertretung Bayern (LSV)
V.i.S.d.P.: Raphaela Schweiger, Allacher Str. 143, 80997 München
Zum Download (.pdf-Format):
Eine Schule für alle, Leitgedanken zur Initiative der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Bayern, des Bayerischen Elternverbandes (BEV) und der Landesschüler/innenvertretung Bayern (LSV)
Von Prof. Dr. Kurt Singer
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