Erster nationaler Bildungsbericht bestätigt niedersächsische Politik

"Der Befund kommt nicht unerwartet, ist aber dennoch Besorgnis erregend", hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (02.06.2006) den von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei der KMK-Sitzung in Plön vorgelegten ersten gemeinsamen Bildungsbericht für Deutschland mit dem Schwerpunkt Migration kommentiert.

02.06.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Der Bericht hält uns allen den Spiegel vor und macht deutlich, dass viele Menschen mit Wanderungshintergrund gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell nicht hinreichend integriert sind. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung aber insbesondere auch eine Herausforderung für die Bildungspolitik", machte Busemann deutlich. Es sei nicht hinnehmbar, dass über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler der so genannten zweiten Generation, obwohl in Deutschland geboren, nicht über die grundlegenden Kompetenzen im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften verfügten und schlechtere Leistungen zeigten als direkte Zuwanderer. "Wir berauben uns selbst, wenn wir es nicht schaffen, eine ausgewogenere Bildungsbeteiligung dieser jungen Leute, die immerhin einen Anteil von mehr als einem Viertel an der Bevölkerung unter 25 Jahren ausmachen, zu ermöglichen", sagte Busemann. Innerhalb der KMK sei man sich einig über den erforderlichen Maßnahmekatalog, der von der frühen Sprachstandsfeststellung über Sprachförderung vor der Einschulung bis zu individuellen Förderkonzepte im vorschulischen Bereich, in der Grundschule und in den weiterführenden Schulen reicht.

"Gerade im Bereich der frühkindlichen Bildung und bei der Sprachförderung vor der Einschulung sowie in den Schulen haben wir in Niedersachsen besondere Anstrengungen unternommen. Der Bildungsbericht für Deutschland bestätigt unsere Politik, die wir in Niedersachsen seit nun drei Jahren umsetzen" so Busemann abschließend.


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