Kultusminister bewilligt weitere Zuwendungen für Sozialarbeit an Hauptschulen
"Im kommenden Schuljahr ab 1. August 2005 werden weitere 83 Hauptschulstandorte in Niedersachsen Sozialarbeit als unterrichtsunterstützende Maßnahmen einsetzen können. Dazu werden 75 Zuwendungen bewilligt. Mit dann insgesamt 277 Hauptschulen verfügen dann mehr als die Hälfte der Hauptschulstandorte im Land über sozialpädagogische Fachkräfte", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in Hannover mit.
21.06.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumEs sei das erklärte Ziel der Landesregierung bis zum Schuljahr 2007/2008 flächendeckend alle 494 Hauptschuleinrichtungen mit sozialpädagogischen Fachkräften zu versorgen, so der Kultusminister. Deshalb sei bereits 2003 ein durchdachtes, umfassendes Konzept zur sozialpädagogischen Arbeit an Hauptschulen vorgelegt worden. "Mit der Unterstützung der Regierungsfraktionen von CDU und FDP im Rahmen der Haushaltsberatungen wurden dafür Mittel in Höhe von 5 Millionen Euro bereitgestellt und diese und weitere Maßnahmen dadurch abgesichert", stellte Busemann fest. Bis zum Jahr 2004 konnten 180 Zuwendungen für 194 Hauptschulstandorte bewilligt werden.
"Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Lern- und Leistungsmotivation gestärkt und gezielt auf den Übergang in eine Erwerbstätigkeit vorbereitet. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bringen sich aktiv ein in die Zusammenarbeit mit Berufsschulen und Betrieben sowie allen Einrichtungen, die am Übergang in das Berufsleben beteiligt sind. Sie stärken und fördern Hauptschülerinnen und Hauptschüler und tragen so dazu bei, dass diese den Anforderungen und Erwartungen der Berufs- und Arbeitswelt gewachsen sind", erläuterte Busemann die Ziele des Hauptschulprofilierungsprogramms. Er wolle wieder Vertrauen schaffen in die Leistungsfähigkeit dieser lange vernachlässigten und diskriminierten Schulform.
"Es gibt viele erfolgreich arbeitende Hauptschulen in unserem Land, Schulen mit hervorragenden Schulprogrammen, mit gutem Unterricht und attraktiven Freizeitangeboten. Den dort tätigen Lehrkräften kann ich nur Anerkennung aussprechen für ihren engagierten Einsatz", lobte der Minister. Entscheidend sei, dass die Schülerinnen und Schüler, die in die neue, jetzt umgestaltete Hauptschule eintreten, einen Lernort vorfinden, der ihnen alle Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung und der Förderung biete. "Sie sollen die Hauptschule mit einem aussagekräftigen Zeugnis und einem anerkannten Abschluss verlassen können, um den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Berufstätigkeit und sinnvolle Lebensgestaltung selbstbewusst gehen zu können", so Busemann abschließend.
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