Kultusminister Schneider 100 Tage im Amt

Kultusminister Siegfried Schneider hat anlässlich seines 100. Tages im Amt, der mit dem letzten Tag des Schuljahres 2004/05 zusammenfällt, in München eine Pressekonferenz gegeben. "Besonnenheit und Stetigkeit sind Leitlinien meiner Arbeit. Eine Bildungspolitik, der die Menschen vertrauen, braucht Verlässlichkeit, Kontinuität und Berechenbarkeit", sagte der Minister. "Die zahlreichen Gespräche mit Lehrkräften, Eltern und Schülern haben mir nicht nur wichtige Impulse für meine Arbeit gegeben, sondern auch große Offenheit und einen enormen Vertrauensvorschuss vermittelt." Besonders bei nahezu 30 Schulbesuchen in allen Regierungsbezirken habe sich der Minister in vielen Begegnungen einen konkreten Eindruck von der schulischen Situation vor Ort verschaffen können.

28.07.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Minister erläuterte fünf Schwerpunktbereiche seiner Tätigkeit, die neben dem Kerngeschäft "Unterrichtsversorgung" seine Arbeit prägen:

  1. Der Ausbau der frühen, individuellen und ganztägigen Förderung schlage sich insbesondere in der jüngst vom Kabinett beschlossenen Intensivierung der Deutschförderung nieder. "Nur mit hinreichenden Deutschkenntnissen ist der Schulbesuch sinnvoll", betonte der Minister. Er erläuterte zudem die Chancen jahrgangsgemischter Eingangsklassen in der Grundschule und stellte die Bedeutung der Hauptschule als Angebotsschule innerhalb des gegliederten Schulwesens heraus. "Darüber hinaus befinden wir uns auf einem guten Weg zu einer flächendeckenden Einführung von Ganztagesangeboten", so Schneider. Im kommenden Schuljahr werden sowohl 12 neue Standorte für Ganztagsschulen als auch 82 zusätzliche Schulen mit Ganztagsangeboten eingerichtet.
  2. Die Weiterentwicklung des achtjährigen Gymnasiums wird mit verschiedenen Maßnahmen fortgesetzt. "Neben einer systematischen Evaluation der neuen Lehrpläne werde ich die Stundentafeln auch in der Mittelstufe daraufhin überprüfen, inwieweit die zeitliche Belastung der Schüler weiter reduziert werden kann" sagte Schneider.
  3. "Ein besonderes Anliegen ist mir, die Gleichwertigkeit der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern", betonte der Minister. Es sei gelungen, zum kommenden Schuljahr 50 zusätzliche Lehrerstellen für den Bereich FOS/BOS einzurichten.
  4. Die Stärkung von Freiräumen und Ergebnisverantwortung der Schulen steht auf der bildungspolitischen Agenda mit an vorderster Stelle. "Deshalb erhalten ab September 2005 alle bayerischen Schulen mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung", kündigte Schneider an. 30 positiv bewertete Maßnahmen aus dem Schulversuch MODUS21 werden nun für alle Schulen freigegeben.
  5. "Die jüngsten hervorragenden PISA-Ergebnisse haben gezeigt, dass das Bekenntnis zu Tugenden und Werthaltungen eine wichtige Grundlage für schulischen und damit auch beruflichen Erfolg ist", betonte der Minister. "Ich werde mich nachhaltig dafür einsetzen, dass die Werteerziehung eine wesentliche Säule der schulischen Bildung und Erziehung in Bayern bleibt."

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