Ministerin Schäfer weist CDU-Kritik zu Hauptschulen als absurd zurück

Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder teilt mit: Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer hat die Vorwürfe der CDU, das Land fördere die Hauptschulen zu wenig, als völlig absurd zurückgewiesen. Sie bezeichnete die Vorschläge der Oppositionspartei als ein antiquiertes Bündel isolierter Einzelmaßnahmen, das mal wieder deutlich mache, dass die CDU den Schulalltag der Hauptschulen und ihrer Schülerinnen und Schüler nicht mehr kenne.

26.10.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Betriebspraktika, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, Förder- und Sprachförderkonzepte sowie zahlreiche Betreuungsangebote sind an unseren Hauptschulen bereits längst Realität", sagte Schäfer. "Die falschen Behauptungen der CDU werden nicht dadurch wahrer, dass sie sie während der Ferien in der Hoffnung auf nachrichtenarme Zeiten wiederholt."

Rund zwei Drittel der nordrhein-westfälischen Hauptschulen haben Ganztagsangebote. Von den rund 735 Schulen werden 147 als Ganztagsschulen geführt und 526 Betreuungs- und Förderangebote im Nachmittagsbereich zusätzlich vom Land finanziell unterstützt. 361 Lehrerstellen stehen 2004 für die zusätzliche Sprachförderung von Hauptschülerinnen und -schülern in den Klassen 5 und 6 zur Verfügung. Darüber hinaus können die Hauptschulen 1.107 Lehrerstellen für Integrationshilfe für die zusätzliche Förderung von Migrantenkindern nutzen. 250 Stellen stehen den Hauptschulen für sozialpädagogische Fachkräfte bereits seit 2003 zur Verfügung. Das Projekt Betrieb und Schule (BUS) fördert seit 2001 Jugendliche, deren Hauptschulabschluss gefährdet ist, in einem Langzeitpraktikum durch eine Kombination von beruflicher Praxis und schulischem Lernen. 9.700 Jugendliche haben seit 2001 an dem Projekt teilgenommen. Für so genannte schulmüde Jugendliche werden rund 60 Projekte vom Land gefördert. Zusätzlich unterstützt es 46 Jugendwerkstätten und 62 Beratungsstellen zum Übergang Schule/Beruf.

Die von der CDU geforderte Stiftung zur Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft hat die Landesregierung mit der Stiftung "Partner für Schule" bereits 2003 ins Leben gerufen.

"Mit der Behauptung, die Hauptschule müsse ihre Leistungsfähigkeit zurückgewinnen, diffamiert die CDU die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer. Mal wieder versucht sie sich parteipolitisch auf Kosten der Schulen zu profilieren", erklärte Schäfer.

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