Personalversammlung Bremer Lehrkräfte
Die Personalversammlung der stadtbremischen Lehrkräfte vom 21.11.05 befasste sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der neuen Gesetze und Verordnungen für die Schulen.
23.11.2005 Bremen Pressemeldung Bremen Senatorin für Wissenschaft und HäfenDer Personalratsvorsitzende Hajo Kuckero wies auf den Widerspruch zwischen öffentlichen Ankündigungen von Politikern für eine bessere Schule und den unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen leistbaren Aufgaben an den Schulen hin. Die Umorganisation des Schulsystems, z.B. die Einführung der Sekundar- und integrierten Gesamtschule und die Einführung des Abiturs nach Klasse 12, führt durch notwendige Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie zur Lehrplanarbeit zu erheblichen zusätzlichen Belastungen.
Der Primarbereich ist zusätzlich von Lernstandsuntersuchungen, der neuen Lern- und Zeugnisdokumentation, der Auflösung der Vorklassen und der Erstellung von Förderplänen belastet; im SekI-Bereich sind es vor allem die Abschlussprüfungen und die Förderpläne, in der GyO die Profiloberstufe und die Einführung des fünften Prüfungselements.
Die Personalversammlung forderte den Personalrat auf, gegenüber dem Senator für Bildung initiativ zu werden und einen Ausgleich für diese Belastungen zu fordern.
Die Personalversammlung protestierte gegen den Umgang der Großen Koalition mit den fast 30 Grundschulen, die beantragt hatten auf Benotung in Form von Zensuren zu verzichten. Sie forderte die Deputation für Bildung auf, allen Anträgen von Grundschulen auf Notenbefreiung stattzugeben.
Ein weiteres Thema waren die Schulschließungen, die einmütig abgelehnt wurden.
In einer Solidaritätsadresse an die Auszubildenden der Daimler-Chrysler AG kritisierten die Lehrkräfte den Abbau von Ausbildungsplätzen im Bremer Werk und forderten die Konzernleitung auf, ihre soziale und ausbildungspolitische Verantwortung wahrzunehmen.
Keine Kommentare vorhanden