Sieben bayerische Gymnasien auf dem Weg zum "Zentrum für Schulqualität - Center of Excellence"

Das neue Projekt "Zentrum für Schulqualität - Center of Excellence", das das Bayerische Kultusministerium und die Stiftung Bildungspakt Bayern zum Schuljahresbeginn gestartet haben, ist auf eine hervorragende Resonanz gestoßen: 53 Gymnasien haben sich beworben. Sieben Schulen haben nun den Zuschlag erhalten. Im kommenden Schuljahr können sie die Auszeichnung "Zentrum für Schulqualität - Center of Excellence" erwerben.

02.02.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die ausgewählten Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Qualitätsverbesserung. Ziel ist es, herausragende methodisch-didaktische Konzepte am Gymnasium zu fördern. Langfristig wollen wir ein Netzwerk zwischen den Gymnasien aufbauen", betonte Kultusministerin Monika Hohlmeier am Mittwoch in München.

Die sieben Gymnasien werden in den kommenden Monaten ein Konzept ausarbeiten, wie sie ihr Profil weiterentwickeln können - mit dem Ziel aus einer kompetenten Schule ein exzellentes Gymnasium zu machen. Dabei werden sie von der Stiftung Bildungspakt Bayern, von Hochschulen, lokalen wie regionalen Wirtschaftsvertretern und Forschungsinstituten unterstützt, die Patenschaften für die Schulen übernehmen. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Konzepts kann der Titel "Zentrum für Schulqualität - Center of Excellence" im Schuljahr 2005/06 für drei Jahre verliehen werden. Die Stiftung Bildungspakt Bayern stellt für dieses Jahr 300.000 Euro für die sieben Gymnasien zur Verfügung. Professor Werner Wiater vom Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg wird die Schulen wissenschaftlich begleiten und evaluieren.

Für vier Fachbereiche konnten sich die Schulen bewerben: Mathematik und Naturwissenschaften, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften, Sprache und Literatur sowie Kunst. Für den ersten Fachbereich wurden das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt, das Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf sowie das Apian-Gymnasium Ingolstadt ausgewählt. Für den Fachbereich Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften hat das Katharinen-Gymnasium Ingolstadt den Zuschlag erhalten, für den Fachbereich Sprache und Literatur das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld. Das Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn sowie das Würzburger Wirsberg-Gymnasium überzeugten die Jury im Bereich Kunst.

"Diese Schulen haben uns in allen Kriterien gleichermaßen beeindruckt", sagte Regina Pötke, Geschäftsführerin der Stiftung Bildungspakt Bayern. Beurteilt wurden die didaktischen Konzepte für die jeweiligen Fachbereiche, die Kreativität und das innovative Potenzial, der Stand der Inneren Schulentwicklung sowie die gegenwärtige Kooperation mit externen Partnern. In die Bewertung sind auch die Leistungsergebnisse der Schulen in den vergangenen Jahren mit eingeflossen.

Im Folgenden einige anschauliche Beispiele, die einen Teil der Gesamtleistung darstellen:

Das Apian-Gymnasium Ingolstadt hat zur Förderung eines lebendigen, konkreten naturwissenschaftlichen Unterrichts ein Vivarium eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler sind selbst am Nachmittag gerne in der Schule, um sich um die Tiere zu kümmern, und wenden diese Erfahrungen im Biologie-Unterricht an.

Das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt will die Fach-, Methoden-, Sozial- sowie Persönlichkeitskompetenz der Schülerinnen und Schüler bewusst weiterentwickeln. Um die Schüler "fit fürs Leben" zu machen, finden beispielsweise Physiktage an der Universität, eine Mathematikolympiade, Schulungen in Multi-Media-Powerpoint-Präsentationen sowie Praktika in örtlichen Unternehmen statt.

Das Ziel des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt ist es, das Gymnasium 2020 zukunftsorientiert aufzustellen. Schüler sollen zu einem gesellschaftlich verantwortungsvollen, demokratischen Handeln erzogen werden. So simulieren die Schülerinnen und Schüler in einem Rollenspiel einen Sitzungstag im Europaparlament. Die Schüler werden dazu bilingual und fächerübergreifend vorbereitet. Zu Europakonferenzen an der Schule werden die Besuche der Partnerschulen genutzt.

Die Bereiche Kunst, Musik, Theater und Tanz sind am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn eng miteinander vernetzt. 500 Schülerinnen und Schüler sind musisch aktiv, 20 engagierte Lehrkräfte arbeiten in einem musischen Netzwerk. Durch professionelle Aufführungen ist die Schule weithin bekannt.

Das Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf arbeitet sehr intensiv an der Förderung der Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Bereich. Dazu zählen auch die systematische Unterstützung von begabten Schülerinnen und Schülern, die hervorragende Auswertung der Jahrgangsstufentests sowie die Teilnahme bei "Jugend forscht".

Am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld ziehen sich Lesen, Argumentieren, Bewerten, Spielen, Schreiben und Präsentieren wie ein roter Faden durch den Schulalltag. Literatur und Sprache sind über den Unterricht hinaus wesentlicher Teil der Projektarbeit. Dazu gehören beispielsweise das kreative Schreiben in allen Jahrgangsstufen und die Teilnahme an Literaturwettbewerben.

Das Wirsberg-Gymnasium Würzburg zeigt großes Engagement im Bereich Gestaltung, Film und Musik. Die vielfältigen künstlerischen Aktivitäten werden mit anderen Fachbereichen wie beispielsweise den Sprachen vernetzt. Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und fächerübergreifendes Denken der Schülerinnen und Schüler sollen gefördert werden.


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