Nordrhein-Westfalen

Umfallerpartei FDP

Nach neuerlicher Kehrtwende will sich die FDP nun als Mehrheitsbeschaffer für die Einheitsschule verdingen.

31.08.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Angesichts ihres verheerenden Ergebnisses bei der Landtagswahl und miserabler Umfragewerte herrscht in der FDP offenbar Panik vor dem Totalabsturz in die Bedeutungslosigkeit. Anders ist das Angebot von FDP-Chef Andreas Pinkwart, die rot-grünen Pläne zur Einführung von Einheitsschulen zu unterstützen, nicht zu erklären. Noch am vergangenen Freitag hatte die FDP-Schulexpertin Ingrid Pieper-von Heiden die Einheitsschul-Pläne von Schulministerin Sylvia Löhrmann massiv kritisiert. Nur vier Tage später vollzieht Pinkwart einmal mehr eine Kehrtwende. Inhaltlich stellt sich dabei die Frage, wie die FDP einerseits die Gemeinschaftsschule unterstützen und andererseits das Gymnasium erhalten will. Pinkwart kann nicht ernsthaft glauben, dass Rot-Grün nun quasi auf der Zielgeraden von der Gemeinschaftsschule ablässt und sich auf das FDP-Modell einer regionalen Mittelschule einlässt. "Durch Standfestigkeit und Berechenbarkeit in der Schulpolitik ist die FDP in den letzten Monaten ohnehin nicht aufgefallen. Offenbar neidet sie der Linken im Landtag die Rolle des Züngleins an der Waage und will sich nun als Mehrheitsbeschaffer für die rot-grüne Minderheitsregierung verdingen", sagt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw. "Verantwortliche Oppositionsarbeit sieht anders aus."

Bei Rückfragen steht Ihnen die Vorsitzende von lehrer nrw, Brigitte Balbach, zur Verfügung: Tel. 0211/1640971 oder mobil 0172/9018766.

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Verband Reale Bildung

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