Thüringen

Beitragsfreies Kita-Jahr

"Das beitragsfreie Kita-Jahr wird Thüringen noch familien- und kinderfreundlicher machen. Und es wird für eine finanzielle Entlastung von Familien und von Alleinerziehenden sorgen." Mit diesen Worten tritt Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert Befürchtungen entgegen, dass die Beitragsfreistellung Besserverdienende bevorteilen könnte.

08.05.2015 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

"Wir werden sehr darauf achten, dass Menschen mit geringen und mittleren Einkommen voll von der Beitragsfreistellung profitieren. Das schon deshalb, weil diese Gruppe heute den nennenswerten Anteil der Gebühren trägt."

Klaubert verweist auf den Zeitplan, den die Koalition bezüglich des beitragsfreien Kita-Jahrs aufgestellt habe. "Wir sind uns einig, zunächst das Landeserziehungsgeld abzuschaffen, weil es sich hierbei um eine Leistung handelt, die das Zuhausebleiben von Kindern belohnt. Seit Jahren wird daran in Thüringen heftige Kritik geübt. Seit der Bund Betreuungsgeld zahlt, kommt es hier sogar zu einer Doppelförderung. Das kann nicht das Ziel staatlichen Handelns sein."

Auftrag des Landes sei es, eine gute frühkindliche Bildung und Betreuung zu gewährleisten. Deshalb habe Thüringen massiv in den Ausbau seiner Kita-Landschaft investiert und sei bundesweit zum Vorreiter für den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geworden. "Mit dem Einstieg in die Gebührenfreiheit bei den Kitas, die ab 2017 erfolgen soll, machen wir eine gute Landschaft noch besser. Ein bestens ausgebautes Angebot der frühkindlichen Bildung und Betreuung ist ein Standortvorteil. In Thüringen wurde der Kindergarten von Friedrich Fröbel einst erfunden. Mit diesem Pfund wollen wir wuchern", unterstreicht die Ministerin.


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