Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß erklärt zur heutigen Pressekonferenz der CDU-Fraktion:

"Die Landesregierung, das Landesjugendamt und die Spitzen der Trägerorganisationen von Kindertagesstätten im Land befassen sich ständig unter anderem auf der Basis der jährlichen Kindertagesstättenstatistik und beim regelmäßigen ,Kita-Tag der Spitzen´ mit Fragen der Qualitätssteigerung von Kindertagesstätten. In enger Abstimmung ziehen Land und Träger aus diesen Gesprächen dann auch Folgerungen. Von daher rennt die CDU-Landtagsfraktion mit ihrer überflüssigen Forderung nach einer gesetzlich verankerten Evaluation der Personalausstattung und der Gruppengrößen in Kindertagesstätten im Abstand von fünf Jahren offene Türen ein.

23.07.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Dass die Wiedergabe der Expertenanhörung durch die CDU sehr selektiv ist und den mit Blick auf die Kindertagesstättenpolitik des Landes insgesamt äußerst positiven Tenor ausblendet, charakterisiert den politischen Stil der großen Oppositionspartei. Wie positiv beispielsweise die Landesunterstützung für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen, von der seit 2005 schon mehr als 2.100 Personen profitierten, allgemein eingestuft wird, zeigten nicht nur Ausführungen in der Anhörung, sondern zeigt auch die Tatsache, dass die CDU-Bundesfamilienministerin diese Idee jetzt übernimmt und sie sogar für sich reklamieren will.

Zu der Forderung nach mehr Personal und kleineren Gruppen gehört unbedingt der Hinweis, dass im jüngsten Ländervergleich des Deutschen Jugendinstituts die Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz bei der Betreuungsrelation bei den Kinderkrippen auf Platz 1 und bei den Kindergärten auf Platz 2 lagen. In den über 2.300 Kindertagesstätten im Land sind rund 1.400 Personen mehr beschäftigt als es bei einer bundesdurchschnittlichen Betreuungsrelation der Fall wäre. Kommunen, Kirchen und andere freie Träger von Kindertagesstätten, Land und Bund bauen aktuell massiv die Betreuungsangebote insbesondere für Kinder unter drei Jahren aus. Rheinland-Pfalz befindet sich hierbei in einer guten Position. Die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren hat sich in den vergangenen vier Jahren weit mehr als verdoppelt, zugleich blieb die Quote für die 3- bis 6-Jährigen über 100 Prozent. Das Land und die Kommunen haben auf der Basis des Angebots 2007 die Schaffung von 19.000 zusätzlichen Plätzen für Kinder unter drei Jahren bis 2013 vereinbart."


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