Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Geänderte KiTa-Verordnung schafft mehr Wahlfreiheit für Familien bei der Kinderbetreuung

Mit der neuen Kindertagesstättenverordnung hat Schleswig-Holstein zusätzliche Möglichkeiten vor allem für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren geschaffen. "Die Änderung ist ein Schritt zur Verbesserung des Platzangebots und damit ein Schritt in Richtung Wahlfreiheit für die Familien in unserem Land", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (6. Juni) im schleswig-holsteinischen Landtag.

06.06.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

So könne angesichts rückläufiger Zahlen bei den Drei- bis Sechsjährigen durch altersgemischte Gruppen vorhandene Infrastruktur an Kindertagesstätten genutzt werden, die sonst möglicherweise abgebaut werden müsste. "Natürlich müssen wir darauf achten, dass die Qualität von Bildung und Erziehung in den Einrichtungen, insbesondere bei einer größeren Anzahl von Kindern unter drei Jahren, erhalten bleibt", sagte Erdsiek-Rave. Dazu werde es sowohl einen fachlichen Austausch mit den Kindertagesstätten als auch entsprechende Leitlinien, Fortbildungsangebote und Hilfen geben.

Insgesamt schaffe die geänderte Verordnung gute Voraussetzungen, um die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige von derzeit 8 auf 35 Prozent bis zum Jahr 2013 ausbauen zu können, wenn der Bund sich wirklich dauerhaft an der Finanzierung beteilige. Nach derzeitigem Stand will der Bund mit seiner Förderung bereits im Jahr 2008 beginnen. Gleichzeitig soll mit den Ländern über den Einsatz von Gutscheinen für Betreuungsleistungen gesprochen werden. Der Forderung nach einem Betreuungsgeld für Familien, die keine Kinderbetreuungsangebote in Anspruch nehmen wollen, erteilte die Bildungsministerin eine Absage: "Ich halte ein solches Betreuungsgeld für kontraproduktiv, es setzt die falschen Anreize und ist wohl auch kaum finanzierbar."


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