Kinderbildungsgesetz NRW

Bundesregierung bestätigt das Sprachförder-Chaos in der Bundesrepublik

31.01.2012 Artikel

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Mit der Beantwortung der Kleinen Anfrage von Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE bestätigt die Bundesregierung in der Drucksache 1//8336 vom 17.1.2012, dass es einerseits eine unabgestimmte und in ihren Wirkungen nicht abschätzbare Vielfalt von Verfahren und Sprachtests gibt, dass sie aber andererseits weder über die Übersicht zur Wirksamkeiten dieser Programme noch z.B. über die Maßnahmen zur Sprachförderung verfügt. Nach einer Zusammenstellung sollen "21 unterschiedliche Verfahren "vor" und 9 "zu" Schulbeginn" bestehen. "In anderen Veröffentlichungen (wird) von bis zu 24 verschiedenen Sprachtests gesprochen ...".

Perspektivisch wird darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit dem Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung die Veröffentlichung einer Empfehlung einer Förderrichtlinie für den Elementar- und Primarbereich im ersten Quartal 2012 ein entsprechender Schwerpunkt gesetzt werden.

Weitere Details sind aus der Beantwortung der 21 Fragen ersichtlich.

Kommentar:

Die Antwort der Bundesregierung, die ja eigentlich einen Überblick über die Förderbedingungen in den Bundesländern haben müsste, macht deutlich, dass der Bildungsföderalismus zu einer Unübersichtlichkeit geführt hat, die nicht nur die Frage im Hinblick auf die Wirksamkeit von Bildungsinvestitionen aufwirft, sondern auch sorgenvoll erahnen lässt, dass Kindern in der Bundesrepublik unterschiedlichste Förderbedingungen erleben und u.U. durch untaugliche Hilfen zusätzlich benachteilig werden.

Die in der Beantwortung enthaltenen Aussagen müssten die Bundesregierung veranlassen, seiner nach Maßgabe des Art. 72, Abs. 2 Grundgesetz zugesprochenen Aufgabe nachkommen, gleichwertige Lebensverhältnisse sicherzustellen und Verantwortung für die quantitative und qualitative Ausgestaltung der Bildungsangebote zu übernehmen.

Einen Erkenntnismangel gibt es nun nicht mehr. Wieso dauert es noch, bis endlich über Kinder tatsächlich ein "Rettungs-Schirm" gespannt wird und nicht nur bedeutungsschwere Worte "verloren" werden?


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