Erzieherinnenfortbildungen sind sehr gefragt

Das im Rahmen des Programms ´Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ initiierte Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher läuft hervorragend an. Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen hat die ersten 100 Anträge innerhalb des Zwei-Millionen-Euro Programms der Landesregierung bewilligt. Weitere 80 Anträge liegen dem Ministerium zudem aktuell zur Überprüfung vor. "Diese hohe Anzahl von Anträgen zeigt, dass wir mit unserem innovativen Fortbildungskonzept, das mit einem bundesweit einmaligen Zertifikat abschließt, den richtigen Weg eingeschlagen haben. Es beweist aber auch, welch hohe Bedeutung die Fortbildungsanbieter, die Trägerorganisationen und die Kindertagesstätten dem Bildungsauftrag der Kindertagesstätten zumessen", sagte Doris Ahnen.

02.03.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Mit den jetzt genehmigten Anträgen können nahezu 2000 Erzieherinnen und Erzieher spezielle, aufeinander abgestimmte Fortbildungen im Rahmen des Landesprogramms "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" absolvieren. Anfang Dezember 2005 hatte sich das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend gemeinsam mit den beiden großen Kirchen, der LIGA der Spitzenverbände der Wohlfahrtsverbände, den kommunalen Spitzenverbänden, dem Landeselternausschuss für Kindertagesstätten und den Gewerkschaften auf ein Fortbildungscurriculum verständigt, das mit einem Fortbildungszertifikat für Erzieherinnen und Erzieher verbunden ist. Die entsprechenden Zertifikatshefte liegen seit Januar in allen Kindertagesstätten vor. "Die Zuschüsse des Landes ermöglichen es, dass die Teilnahmebeiträge für die Fortbildungen entsprechend sinken und so möglichst viele Erzieherinnen und Erzieher daran teilnehmen können", erläuterte Doris Ahnen.

Das Curriculum basiert auf den in den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten festgelegten Themenfeldern sowie auf den Inhalten des Programms "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" und umfasst z.B. die Arbeit mit Zweijährigen, Sprachförderung, Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungs- und Lernschritten oder die Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen Veranstaltungen in fünf Modulen verpflichtend besucht werden, zwei weitere Module können die Erzieherinnen und Erzieher entsprechend ihren Neigungen aus fünf Wahlmodulen auswählen. Weiterhin umfasst das Curriculum 14 so genannte Themenmodule, von denen zwei belegt werden müssen.

Erste Rückmeldungen zeigten, dass die gemeinsame Vereinbarung zur Umsetzung des landesweiten Fortbildungsprogramms von den Erzieherinnen und Erziehern sehr gut angenommen werde. "Erzieherinnen und Erzieher gehören zu den Berufsgruppen, die in einem hohen Maße an Fortbildung interessiert sind und dafür auch Zeit und eigene materielle Ressourcen investieren", lobte die Bildungs- und Jugendministerin. Die jetzt bewilligten Fortbildungen seien ein wichtiger Baustein für eine weitere Professionalisierung der Arbeit in Kindertagesstätten. "Deshalb wird die Landesregierung die starke Nachfrage nach Fortbildung weiter unterstützen, sowohl inhaltlich als auch finanziell", sagte Doris Ahnen.

Bei den jetzt bewilligten Maßnahmen nähmen "Beobachtung und Dokumentation" sowie "Integration Zweijähriger in den Kindergarten" die beiden ersten Plätze der gefragten Themen ein, berichtete die Ministerin: "Das zeigt, dass die Erzieherinnen und Erzieher sich bereits mit zentralen Bereichen vertraut machen, die mit der Umsetzung des Programms ´Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ und der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen verbunden sind". Daneben sei besonders erfreulich, dass sich jedes zehnte vom Land geförderte Fortbildungsangebot mit Themen aus den Bereich Mathematik, Naturwissenschaften und Technik beschäftige.

Weitere Informationen zur Fortbildung im Bereich der Kindertagesstätten finden sich im Internet unter: www.mbfj.rlp.de/fortbildung_erz/.


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