Gemeinsam die ersten Jahre der Kinder verbessern
Gemeinsam und zielorientiert die ersten Lebensjahre der Kinder verbessern – das ist Ziel des jetzt gegründeten "Regional-Netzwerk SüdWest" des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Mehr als 150 Akteure aus Praxis, Jugendpflege, Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung waren in der Volkshochschule der Stadt Osnabrück zum Netzwerk-Auftakt zusammen gekommen. Angesichts des großen Andrangs konstatierte der stellvertretenden VHS-Direktor Dr. Carl-Heinrich Bösling, dass "die frühkindliche Bildung und Entwicklung ein Thema ist, das viele bewegt und an dem viele beteiligt sind". Zugleich sei aber "bisher viel zu wenig getan worden". Dies solle sich in der Region nun mit dem neuen Netzwerk und einem "zielgerichteten Miteinander statt Nebeneinander" ändern.
27.02.2008 Niedersachsen Pressemeldung nifbe - Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und EntwicklungAls ersten Schritt diskutierten die Teilnehmer des Netzwerk-Auftakts in einem "World-Café" an runden Tischen engagiert gemeinsame Arbeitsschwerpunkte und Strategien für die Zukunft. Als ein wichtiges Querschnittsthema erwies sich die Elternbildung in all ihren Facetten – von niedrig schwelligen Freizeitangeboten über Elternkurse und Beratungsstunden in Kindergärten und Grundschulen bis zur aufsuchenden Elternarbeit. Exemplarisch wurde das vom nifbe geförderte und von der Katholischen Familienbildungsstätte in Kooperation mit der Universität Osnabrück durchgeführte "Fit für den Start" vorgestellt. Hier sollen schon werdende Eltern auf ihre neue Rolle vorbereitet und der Vernachlässigung von Kindern präventiv begegnet werden.
Das Netzwerk-Südwest, zu dem neben der Stadt Osnabrück die Landkreise Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Osnabrück, Vechta sowie die Grafschaft Bentheim gehören, wird von der Volkshochschule der Stadt Osnabrück getragen und von vier regionalen Netzwerk-Managerinnen betreut. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Beratung über Transferprojekte, mit denen im nifbe neue Erkenntnisse und Modelle im Bereich der frühkindlichen Bildung und Entwicklung möglichst umgehend in die Praxis umgesetzt werden sollen. Dafür stehen in Niedersachsen, wo sich zeitgleich vier weitere Regional-Netzwerke konstituierten, insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Netzwerk-Managerin Gerlinde Schmidt-Hood betonte die Offenheit des Netzwerks Süd-West, zu dem "auch weiterhin alle interessierten Akteure herzlich eingeladen sind." Symbolisch bekamen die Teilnehmer zum Abschluss des ersten Netzwerk-Treffens von ihr Kaleidoskope überreicht, um, "zusammen neue bunte Perspektiven für die Zukunft unserer Kinder zu entwickeln."
Weitere Infos unter www.nifbe.de.
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