Große Beteiligung an Warnstreiks in Kiel: 32 von 36 Kindertagesstätten bleiben geschlossen
Große Resonanz unter den Beschäftigten fanden am Dienstag, 4. März 2008 die Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hatten. In der Landeshauptstadt Kiel blieben 32 von 36 Kindertagesstätten geschlossen, weil die Erzieherinnen die Arbeit niedergelegt hatten. Sie unterstrichen damit die Gewerkschaftsforderung nach 8 Prozent mehr Gehalt.
04.03.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinDie Warnstreiks beschränkten sich aber nicht allein auf Kiel, wo die GEW-Mitglieder an der Volkshochschule ebenfalls dem Streikaufruf gefolgt waren. Warnstreik-Aktionen von Erzieherinnen gab es auch in Flensburg, Lübeck und im Großraum Rendsburg. Selbst in kleineren Orten wie Lütjenburg, Westerrönfeld und Strohbrück machten GEW-Mitglieder in Kindertagesstätten bei den Warnstreiks mit.
"Die große Beteiligung der Beschäftigten ist ein klares Signal an die Arbeitgeber, endlich Schluss zu machen mit ihrer Blockadepolitik und ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten" sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn im Kieler Gewerkschaftshaus. "Die Beschäftigten von Bund, Städten und Gemeinden haben keine Lust mehr in die Röhre zu gucken, während sie nicht wissen, wie sie mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten klar kommen sollen. Sie brauchen erhebliche Einkommensverbesserungen, und zwar ohne gleichzeitige Arbeitszeitverlängerungen, wie sie die Arbeitgeber fordern."
Die GEW fordert in dieser Tarifrunde eine Tariferhöhung um 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich für die Beschäftigten. Außerdem setzt sie sich für die Wiedereinführung der Bewährungsaufstiege ein.
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