Inklusion im Bildungssystem: Impulse aus der Frühpädagogik

Mit der Forderung nach Inklusion vollzieht sich ein Paradigmenwechsel im deutschen Bildungssystem: alle Kinder sollen gemeinsam lernen können, unabhängig von individuellen Fähigkeiten und sozialer oder kultureller Zugehörigkeit. Sprachlicher Bildung kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Denn Teilhabe an Bildung und Gesellschaft wird erst durch eine gemeinsame Kommunikation möglich. Welche Herausforderungen eine solche inklusive Frühpädagogik an Kitas und Fachkräfte stellt, thematisiert das Buch *Inklusion durch Sprachliche Bildung – Neue Herausforderungen im Bildungssystem*, das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist. Es bündelt sechs Aufsätze, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) verfasst haben.

24.07.2014 Pressemeldung Deutsches Jugendinstitut - DJI
  • © Beltz Juventa Verlag

"Mit diesem Band möchten wir die Perspektive der Frühpädagogik in die Diskussion um ein inklusives Bildungssystem einbringen. Denn die Frühe Bildung legt den Grundstein auf dem alle weiteren Bildungsprozesse aufbauen.", sagt WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König. Gemeinsam mit WiFF-Referentin Tina Friederich ist sie Herausgeberin des Buchs. Bereits heute weist die Elementarpädagogik die höchste Inklusionsquote im Bildungssystem auf. Nach dem aktuellen Bildungsbericht besuchen beispielsweise zwei Drittel aller Kinder mit Behinderung eine Kita gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung. In der Grundschule sinkt diese Zahl auf 50 Prozent und nimmt in den höheren Bildungsstufen weiter ab.

Inklusion durch sprachliche Bildung – Neue Herausforderungen im Bildungssystem ist im Beltz Juventa Verlag erschienen. Der erste Teil der Publikation beleuchtet bildungstheoretische Grundlagen einer inklusiven Frühpädagogik, die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention für Kitas, die Besonderheiten der inklusiven Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren sowie die Anforderungen, die Inklusion an die Professionalität der pädagogischen Fachkräfte stellt. Der zweite Teil thematisiert den Zusammenhang des kindlichen Spracherwerbs mit der Entwicklung von kognitiven und sozialen Kompetenzen sowie die Förderung von Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache.

Ein Rezensionsexemplar kann über den Verlag bei Jacob Hochrein (j.hochrein@beltz.de) angefordert werden.

Der Titel ist der erste Band der neuen WiFF-Reihe Perspektive Frühe Bildung. Weitere Bände zur Qualität in der frühpädagogischen Weiterbildung und zu Forschungsergebnissen über das Arbeitsfeld Kita sind für 2015 geplant.

Über WiFF

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e.V. Die drei Partner setzen sich dafür ein, im frühpädagogischen Weiterbildungssystem in Deutschland mehr Transparenz herzustellen, die Qualität der Angebote zu sichern und anschlussfähige Bildungswege zu fördern.

WiFF wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.


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