Kinder müssen weniger Regeln und Ausnahmen lernen als zuvor

(bikl) Die neue Rechtschreibung habe den Test in der Praxis längst bestanden, erklärte jetzt Ulrike Jürgens, Geschäftsführerin der Bildungshaus Schulbuchverlage, gegenüber dem WDR. "Seit 1996", so Jürgens weiter, "werden 14 Millionen Kinder und Jugendliche nach den neuen Regelungen unterrichtet. Dabei müssen sie weniger Regeln und deutlich weniger Ausnahmen lernen als zuvor. Die Rechtschreibregeln sind durch die Reform übersichtlicher, logischer und vor allem einfacher für Lernende geworden."

04.08.2004 Artikel

Ein weiteres Argument: Mehr Unterrichtszeit könne so auf die zentralen Aufgaben des Deutschunterrichts verwandt werden. Die PISA-Studie habe offen gelegt, dass viele Jugendliche nicht in der Lage seien, sinnerfassend zu lesen. Und das, so Jürgens "ist nicht eine Frage der Rechtschreibung, in der ein Text geschrieben ist!"

Gar nicht zimperlich war die Verlegerin Karin Pfeiffer-Stolz einige Tage zuvor in einer Pressemittlung (veröffentlicht im Buchmarkt) mit ihrer Klientel umgegangen, als sie schrieb: "Soll sich eine Millionen-Schreibgemeinschaft nach einer Handvoll Schulkinder richten, zumal diese von der "neuen" Schreibung nur einen Bruchteil gelernt haben und denen das "Umlernen" nicht schwerfällt?"

Eine Handvoll: Das sind immerhin 14 Millionen.

Weiterführende Links:

Stellungnahme von Ulrike Jürgens
Buchmarkt
Quiz: Zehn Mausklicks durch die neue Rechtschreibung


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