Kita-Alltag

Kita-Alltag zwischen Bildungsauftrag und Rahmenbedingungen

Rund 90 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen besuchen in Deutschland einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte. Einrichtungen, die sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch in ihrem Angebot stark voneinander unterscheiden und deren Selbstverständnis seit einiger Zeit großen Umbrüchen unterliegt. Wie sehen Kitaalltag und Erzieherinnenausbildung gegenwärtig aus und was hat sich in den letzten Jahren verändert? Antworten dazu hat Perspektive: Bildung bei den Akteuren in Kitas und Ausbildungsstätten gesucht.

01.06.2010 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Die mangelhaften Rahmenbedingungen der Kitas sind gegenwärtig das größte Problem für alle Beteiligten. "Der Zeit vor der Schule wird mehr Beachtung geschenkt. Das ist auch sehr gut so, denn wir wissen, dass die Jahre im Kindergarten zur wichtigsten Lernphase zählen. Aber die Bezahlung der Erzieherinnen steht in keinem Verhältnis zu der anspruchsvollen und anstrengenden Tätigkeit, bestätigt Beate Wellner. Sie ist Lehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik im Katholischen Schulzentrum Edith Stein in Berlin und Autorin verschiedener Lehrbücher. Außerdem, weiß auch Karin Präger, Lehrerin an der Evangelischen Fachschule in Osnabrück, "gibt es viele befristete Verträge und bei einer Befristung kann man nicht gerade ein gutes Arbeitsgefühl entwickeln."

Ein weiteres Problem: der Erzieher-Kind-Schlüssel. Wellner: "Man geht in der internationalen Forschungsliteratur bei den bis zu Dreijährigen von einem Verhältnis von eins zu vier und bei den 3-6jährigen von eins zu acht aus. Und da sind wir in der Bundesrepublik meilenweit entfernt."

Doch trotz der kritischen Rahmenbedingungen entwickeln sich viele Kitas intensiv weiter. "Wir befinden uns ständig in der Qualifizierung", berichtet die Leiterin einer Berliner Kita. Und die Erzieherinnen eines Kindergartens in einer 400-Seelen-Gemeinde im Niedersächsischen haben den Bildungsplan mit viel Engagement für ihre Einrichtung umgesetzt. "Kitas sind oft besser als ihr Ruf", weiß Beate Wellner "Es gibt sehr gute Einrichtungen, die auch unter widrigen Umständen beste Arbeit leisten, in anderen Einrichtungen sind bislang noch keine Veränderungen spürbar. Das mag daran liegen, dass der Bildungsplan ungenutzt im Schrank steht und bislang niemand ernsthaft prüft, ob beziehungsweise inwieweit die wünschenswerten Standards eingehalten werden."

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Das Projekt Perspektive: Bildung will den öffentlichen Diskurs über Bildung in Deutschland fördern. Schule steht im Vordergrund dieses Forums. Perspektive: Bildung dokumentiert den Bildungsalltag ebenso wie aktuelle wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen und Entwicklungen sowie herausragende Projekte und entwickelt Visionen vom Lernen in der Zukunft.

Perspektive: Bildung - Ein Projekt von bildungsklick.de in Kooperation mit Cornelsen

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-563
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