Erklärung

Kita unter Pandemie-Bedingungen

Was Erzieherinnen und Erzieher, Kitaleitungen sowie alle Beschäftigten in Bremer Kitas in Zeiten der Pandemie geleistet haben, ist herausragend. Seit den ersten „Corona-Tagen“ haben sie sich in einem umfassenden Notbetreuungsdienst um Kinder gekümmert, Eltern beraten, die schritt­weise Öffnung der Kitas, die Betreuung und die frühkindliche Bildung möglich gemacht.

10.07.2020 Bremen Pressemeldung Bremen Senatorin für Kinder und Bildung
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In einer gemeinsamen Erklärung der Senatorin für Kinder und Bildung mit den Personalvertretungen der beiden größten Träger der Kindertagesbetreuung in der Stadt Bremen – dem Personalrat des Eigenbetriebes Kita Bremen und der Mitarbeitenden-Vertretung der Bremischen Evangelischen Kirche (MAV-Pool BEK) ‒ werden die Leistungen der Beschäftigten in Kitas unter den Bedingungen der Pandemie gewürdigt sowie Vorgehensweisen und Perspektiven für das kommende Kitajahr aufgezeigt. Heute wurde das Werk von den jeweiligen Vertretenden Toren Christians (Kita Bremen), Christian Gloede (MAV-Pool der BEK) und Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, unterzeichnet. 

In dem Papier wird vor dem Hintergrund der Pandemie und der Zugehörigkeit von Beschäftigten zu Risikogruppen davon ausgegangen, dass ein „normaler Regelbetrieb“ in absehbarer Zeit nicht möglich sein wird. Einig sind sich die Personalvertretenden und die Senatorin aber darin, dass ein Betreuungsumfang von mindestens 20 Stunden pro Woche für alle Kinder garantiert werden soll.

Insgesamt werden Situation und Handlungsfelder unter folgenden Punkten zusammengefasst:

  • Kindertagesförderung im Spannungsfeld zwischen Infektionsschutz, Bildungsauftrag und Elternbedarfen
  • Rahmenbedingungen 

    • Gewährung eines weitgehend bedarfsgerechten Betreuungsangebotes
    • Infektionsschutz für Kinder und Mitarbeitende

  • Pädagogische Arbeit unter den Rahmenbedingungen der Pandemie

    • Eingewöhnung
    • Fachlicher Austausch/Fachberatung/Fortbildung
    • Zusammenarbeit mit Eltern
    • Frühförderung

  • Unterstützungsmöglichkeiten durch die Senatorin für Kinder und Bildung für die Kindertagesförderung

    • Zusätzliches Personal
    • Schutzausrüstung
    • Teststrategie
    • Informationsfluss/Tablets

„Es ist unglaublich, was in den Kitas geleistet wird, das gilt auch für die vergangenen Wochen. Viele Erziehende haben während der Corona-Pandemie durchgepowert, haben sich immer wieder auf neue Situationen eingestellt, waren und sind die Stütze unserer Gesellschaft. Ich kann nicht oft genug Danke sagen. Wir sehen die extrem schwierige Situation, deshalb ist es seit geraumer Zeit für Träger möglich, zusätzliche Mittel zur Finanzierung von pädagogischen Fach- und auch Entlastungskräften zu beantragen. Zudem erkennen wir höhere Materialkosten für erhöhte Hygieneanforderungen an. Unsere Teststrategien umfassen natürlich auch Beschäftigte der Kindertagesbetreuung sowie nach den Ferien umfassende wissenschaftliche Testungen in Kitas für Beschäftigte und Kinder. Die genauen Verfahren dazu werden wir schnell kommunizieren. Zudem werden wir zunächst ein Tablet pro Kita zur Vereinfachung der Kommunikation finanzieren“, erklärt Senatorin Bogedan das umfangreiche Paket.

„Ich freue mich, dass wir jetzt eine Orientierung für das neue Kitajahr schaffen konnten. Dies schafft eine wichtige Grundlage dafür, entspannt in den Urlaub gehen zu können. Ich möchte noch einmal allen beteiligten Kitaleitungen herzlich danken, weil ihre Impulse aus der Praxis maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Erklärung nun vorliegt. Ich glaube, dass Träger und Kitaleitungen in anderen Bundesländern neidisch auf uns blicken“, ergänzt Toren Christians

„Wir brauchen höchstmöglichen und verbindlichen Gesundheitsschutz für die Mitarbeitenden in Kitas und die Sicherheit, dass auch in Risikolagen ihr Arbeitsplatz bei den Trägern gesichert ist. Wir müssen aber dennoch die Bildungsqualität in den Kitas im Interesse aller Kinder weiter im Blick haben. Die Offensive zur Fachkräfte-Gewinnung muss dringend intensiviert werden“, sagt Christian Gloede.


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