Frühkindliche Betreuung

Koalitionsfraktionen: Mit frühkindlicher Betreuung Chancengerechtigkeit fördern

(hib/TYH/JOH) Die frühkindliche Betreuung und Bildung soll nach dem Willen der Fraktionen von CDU/CSU und FDP gefördert werden. In einem entsprechenden Antrag ([17/3663](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/036/1703663.pdf)) fordern sie die Bundesregierung unter anderem auf, im Rahmen der Bildungspartnerschaften ein Qualitätsprogramm "Frühkindliche Bildung" ins Leben zu rufen.

11.11.2010 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Die Regierung solle sich zudem für eine "stärkere Dynamik beim Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote" einsetzen und die Vernetzung dieser Angebote mit anderen familienunterstützenden Angeboten im Sinne von Familienzentren ausbauen. Zudem sollen nach Willen beider Fraktionen die Angebote der Familienberatung und -bildung stärker beworben und vernetzt werden, damit "ratsuchende Eltern praktische Erziehungshilfen vermittelt bekommen".

In der Begründung heißt es, frühkindliche Bildung sei "einer der entscheidenden Faktoren für mehr Chancengleichheit". Der Grundstein für die Entwicklung und Teilhabe an der Gesellschaft werde bereits in der Familie gelegt. Es sei notwendig, geeignete Strukturen zu schaffen, damit Eltern Familie und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren könnten. "Alle Kinder sollten die für ihr soziales, psychisches und physisches Wohlbefinden bestmögliche Förderung erfahren", schreiben die Abgeordneten in ihrem Antrag.

Sie schlagen weiter vor, die Qualifizierungsoffensive "Frühe Chancen" zu nutzen, um eine "hochwertige und verlässliche sprachliche Förderung" in Kindertageseinrichtungen zu gewährleisten. Zudem soll für Menschen mit Behinderungen eine Inklusionsstrategie entwickelt werden, die auch die Bereiche Bildung und Betreuung umfasst.

Die Abgeordneten fordern die Regierung ferner auf, sich für die Aus- und Fortbildung von Erziehern einzusetzen: So müssten unter anderem junge Menschen mit Migrationshintergrund für den Erzieherberuf gewonnen werden. In ihrem Antrag gehen die Abgeordneten davon aus, dass es bis 2013 einen zusätzlichen Bedarf von 35.000 bis 40.000 Vollzeitstellen in Tageseinrichtungen und von rund 25.000 Tagespflegepersonen geben wird.

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