Lesen ist Schlüssel zum Wissen

Anlässlich des dritten bundesweiten Vorlesetages "Große für Kleine" haben Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan und Kultusminister Jürgen Schreier heute (17.11.06) in der Evangelischen Kindertagesstätte am Noldplatz in Saarbrücken dafür geworben, die Leselust der Kinder durch intensiveres Vorlesen und Erzählen zu wecken. Lesen sei die wichtigste Schlüsselqualifikation in der Wissensgesellschaft und fördere die Sprachentwicklung jedes Kindes, so Schavan und Schreier.

17.11.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Vor Kindern der Kindertagesstätte lasen die Bundesbildungsministerin, der Kultusminister und die Intendantin des Saarländischen Staatstheaters, Dagmar Schlingmann, in verteilten Rollen eine Geschichte vom Hasen und Igel vor. Im Anschluss an das Vorlesen konnten sich die Kinder mit "Hasentorte", *Igelkuchen" und Kakao stärken. Zusammen mit vielen anderen Prominenten beteiligten sich die beiden Minister und die Intendantin an der von der Wochenzeitung *Die Zeit" und der Stiftung Lesen initiierten Aktion.

"Lesen", so Bildungsministerin Dr. Annette Schavan und Kultusminister Jürgen Schreier, "ist nicht nur die wichtigste Schlüsselqualifikation in der Wissensgesellschaft, Lesen fördert auch die Sprachentwicklung und Kreativität jedes Kindes. Nichts weckt die Freude am Sprechen so sehr wie das Vorlesen und das gemeinsame Bilderbuchbetrachten mit Mutter und ganz besonders mit Vater. So kann bereits vor der Schulzeit - nämlich in der Familie - die Lust am Zuhören und am Selbstlesen geweckt werden. Deshalb müssen wir intensiv für das Vorlesen werben, und zwar bei den Eltern, für die der Umgang mit Büchern nicht selbstverständlich ist."

Wenn sich Eltern allein auf Medien wie Fernsehen, Video und Computerspiele beschränkten und nicht zum Buch greifen würden, hätten auch die Kinder nur geringe Chancen, sich zu Lesern zu entwickeln. Eine geringe Lesekompetenz schränke auch die sinnvolle Nutzung anderer Medien ein und beschränke damit den Zugang zur Wissensgesellschaft.

Kinder aus "lesefernen" Elternhäusern, die erst in der Schule mit Büchern in Kontakt kämen, bräuchten in erster Linie eine engagierte Leseförderung, um ihnen anhand von Lesevorbildern und lesemotivierenden Texten zu zeigen, dass sich das Lesen lohne und auch einen tieferen sozialen Zweck erfülle. Schon heute gebe es an den saarländischen Schulen Lese- und Schreibwettbewerbe, aber auch Autorenlesungen oder Museums- und Theaterbesuche. Mit vielfältigen Projekten unterstützen auch die saarländischen Bibliotheken Sprachförderung und Leseförderung. Viele Schulen verfügten ferner über Bibliotheken, Mediotheken oder Leseecken, betonte Kultusminister Jürgen Schreier abschließend.


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