Linke gegen Gleichbehandlung der Träger beim Ausbau der Kinderbetreuung

(hib/HAU) Gegen die finanzielle Gleichstellung von frei-gemeinnützigen und privat-gewerblichen Träger beim Ausbau der Kinderbetreuung wendet sich die Fraktion Die Linke. In einem Antrag ([16/9305](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/093/1609305.pdf)), der am Donnerstag in erster Lesung im Bundestag beraten wird, verlangt die Fraktion, die Formulierung im von den Koalitionsfraktionen vorgelegten Kinderförderungsgesetz ([16/9299](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/092/1609299.pdf)), wonach die Länder gehalten sind, alle Träger gleichzubehandeln, zu streichen.

29.05.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Eine Gleichbehandlung der Träger, so begründen die Abgeordneten ihren Antrag, stelle eine Paradigmenwechsel dar und führe zur Aufspaltung in der Jugendhilfe. Die öffentliche Förderung profitorientierter Kita-Unternehmen fördere "teure Luxusbetreuung" für Kinder zahlungskräftiger Eltern und "Billigverwahrung" für die Kinder einkommensschwacher Eltern, schreibt die Fraktion. Sinnvoller Wettbewerb um Qualität und konzeptionelle Vielfalt dürfe nicht mit Wettbewerb zwischen gemeinnützigen und gewerblichen Trägern verwechselt werden, so die Linksfraktion.

Ansprechpartner

Deutscher Bundestag

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden